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Monatsprogramm Februar

Ausführliche Filmbeschreibung im unteren Teil


Mittwoch 3.2.2010 - 20 Uhr
Ab heute wieder Niederschläge: Eddie Constantine":
Dieser Mann ist gefährlich
(F 1953, Regie: Jean Sacha, DF)

Donnerstag 4.2.2010 - 20 Uhr
Zum Tod von Eric Rohmer
Im Zeichen des Löwen
(F 1959, Regie: Eric Rohmer, OmU)

Samstag 6.2.2010 - 20 Uhr
Ab heute wieder Niederschläge: Eddie Constantine
Serenade für zwei Pistolen
(F 1953, Regie: Bernard Borderie, DF)

Sonntag 7.2.2010 - 20 Uhr
Ab heute wieder Niederschläge: Eddie Constantine
Rote Lippen - blaue Bohnen
(F/I 1955, Regie: Pierre Chevalier, DF)

Mittwoch 10.2.2010 - 20 Uhr
Ab heute wieder Niederschläge: Eddie Constantine
Heiße Lippen - kalter Stahl
(F 1954, Regie: Jean Laviron, DF)

Donnerstag 18.2.2010 - 20 Uhr
Ab heute wieder Niederschläge: Eddie Constantine
Liebe, Lumpen, Leidenschaften
(F 1957, Regie: Patrice Dally, DF)

Samstag 20.2.2010 - 20 Uhr
Ab heute wieder Niederschläge: Eddie Constantine
Morphium, Mord und kesse Motten
(F/I 1957, Regie: Bernard Borderie, DF)

Mittwoch 24.2.2010 - 20 Uhr
Boulevard der Erinnerung: Jennifer Jones (gest. 17.12.2009)
Portrait of Jennie
(USA 1948, Regie: William Dieterle, OF)

Donnerstag 25.2.2010 - 20 Uhr
Michael Pfleghar
Serenade für zwei Spione
(BRD/I 1965, Regie: Michael Pfleghar)

Samstag 27.2.2010 - 20 Uhr
Zum 100. Geburtstag von Vincente Minelli
Vorhang auf! - The Band Wagon
(USA 1953, Regie: Vincente Minelli, DF)


Ausführliche Filmbeschreibung

Mittwoch 3.2.2010 - 20 Uhr
Ab heute wieder Niederschläge: Eddie Constantine":
Dieser Mann ist gefährlich
CET HOMME EST DANGEREUX / FBI SUCHT LEMMY CAUTION
F 1953 - DF -90 Min.
Regie Jean Sacha
Buch Jacques Berland, nach einem Roman von Peter Cheney Kamera Marcel Weiss Musik Jean Marion Darsteller Eddie Constantine, Grégoire Aslan, Colette Deréal, Véra Norman, Claude Borelli

»Harte Fäuste, kesse Lippe, heisse Puppen: der Auftritt des legendären Kinnhaken- und Küsseverteilers Lemmy Caution ist ein locker aufgeschlagenes Krimi-Soufflé voll lakonischer Ironie. Im Zentrum des turbulenten Treibens unbestritten Lemmy/Eddie, schnell mit der Knarre und noch schneller mit den Fäusten – und en passant auch noch Ladies` Man und Womanizer: ein ganzer Kerl eben, Machismo`s golden hour, aber voll ironischer Brechungen. Klassische französische Krimi-Atmosphäre vereint sich mit The Birth of the Cool, dank Eddie Constantines unnachahmlichem Understatement. Eine narbengesichtige, volksnahe Identifikationsfigur, cartoonhaft eindimensional, ein Tarzan im Asphaltdschungel. [...] Beste nostalgische Krimikost ohne Durchhänger.«
ROLAND HARTIG (2006)

Donnerstag 4.2.2010 - 20 Uhr
Zum Tod von Eric Rohmer († 11.01.2010)
Im Zeichen des Löwen
LE SIGNE DU LION
F 1959 – OmU – 100 Min.
Regie und Buch Eric Rohmer
Kamera Nicolas Hayer Musik Louis Saguer Darsteller Jess Hahn, Van Doude, Michèle Girardon, Jean le Paulain, Stéphane Audran, Paul Crouchet und u.a. Jean-Luc Godard

»Ein erfolgreicher Musiker irrt durch das sommerlich ausgestorbene Paris auf der verzweifelten Suche nach Geld, Arbeit und einer Bleibe. Schritt für Schritt registriert die Kamera, wie die Stadt ihn verändert und wie sich in seinen Augen die Stadt verändert. Am Ende ist Paris – wie eine Stadt, der die Menschen fehlen – eine bloße Anhäufung von Steinen, und der Musiker, nachdem er alle Merkmale verloren hat, die ihn als ein Mitglied der Gesellschaft auswiesen, nur noch ein Fremder, ein Clochard. [...]«
KRISCHAN KOCH, DIE ZEIT (1984)

»Zum Lobe Rossellinis hat Rohmer einmal geschrieben, er mache die Realität durchsichtig mit Mitteln, die er wiederum ausschließlich dem Realen entlehne, und weiter: er zerbreche den etablierten Bezug von Zeichen und Idee und lasse so Neues auftauchen, das einen völlig aus der Fassung bringe. Diese Sätze beschreiben in treffender Weise den Realismus seines eigenen Films.«
FRIEDA GRAFE (1964)

Samstag 6.2.2010 - 20 Uhr
Ab heute wieder Niederschläge: Eddie Constantine
Serenade für zwei Pistolen
LES FEMMES S´EN BALANCENT
F 1953 – DF – 105 Min.
Regie Bernard Borderie
Buch Jacques Vilfried, Bernard Borderie, nach einem Roman von Peter Cheney Kamera Jacques Lemare Musik Paul Misraki Darsteller Eddie Constantine, Nadja Gray, Dominique Wilms, Jacques Castelot, Robert Berry

»Einer der ersten ›Lemmy Caution‹-Filme: Der ruppige Detektiv soll eine Bande von Geldfälschern entlarven, deren Boß angeblich Selbstmord begangen, in Wahrheit aber seinen Kumpanen umgebracht hat. Am Ende zieht er mit der Gangsterbraut, die er nun wirklich zur Witwe gemacht hat, in neue Abenteuer. Als Übersteigerung amerikanischer Gangsterfilme mit parodistischen Spitzen angelegt, ist Peter Cheyneys Roman kurzweilig verfilmt worden. Die Dialoge sind deftig, und Eddie Constantine schwingt, beherzt und augenzwinkernd, die Fäuste.«
LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS

Sonntag 7.2.2010 - 20 Uhr
Ab heute wieder Niederschläge: Eddie Constantine
Rote Lippen - blaue Bohnen
VOUS PIGEZ
F/I 1955 – DF – 90 Min.
Regie Pierre Chevalier
Buch Victor Trivas, Jacques Doniol-Valcroze, Claude Desailly, nach einem Roman von Peter Cheney Kamera Léonce-Henry Burel Musik Jean Marion Darsteller Eddie Constantine, Maria Frau, Yorick Royan, François Perrot, Roger Hanin, René Clermont

»Selbst im Urlaub kommt FBI-Spezialagent Lemmy Caution nicht zur Ruhe. So muß er einen von dem Gangster Martinelli entführten Professor aufstöbern, der nicht nur sein Gastgeber sein sollte, sondern auch künstliche Diamanten herstellen kann. Lemmy gerät bei seiner Suche nicht nur zwischen die Fronten zweier rivalisierender Gangster, er fällt auch noch in eine Gruppe Pfadfinderinnen, die ihm dabei helfen, den entführten Professor zu befreien. Der vierte ›Lemmy Caution‹-Film weist bei Stab und Darstellern einige prominente Namen auf, so den Kritiker und Regisseur Doniol-Valcroze als Ko-Autor und die prominenten Theaterstars und Charaktermimen Roger Hanin und François Perrot. Dennoch war das Publikum nicht überfordert. Das Erfolgsrezept aus dünnem Plot, viel schlägereien und knackigen Mädchen blieb nämlich unverändert.«
MEINOLF ZURHORST (1993)

Mittwoch 10.2.2010 - 20 Uhr
Ab heute wieder Niederschläge: Eddie Constantine
Heiße Lippen - kalter Stahl
VOTRE DÉVOUÉ BLAKE
F 1954 – s/w – DF – 97 Min.
Regie Jean Laviron
Buch Jerry Epstein, Jacques Vilfried Kamera Jacques Lemare Musik Jeff Davis Darsteller Eddie Constantine, Danielle Godet, Simone Paris, Colette Deréal, Jacques Dynam, Dora Doll

»Ich traf eines Tages Jerry Epstein. Er war Charlie Chaplins Assistent, sein Co-Producer. [...]
Er wollte Regisseur sein, und er redete und redete und redete auf mich ein. Als ich herausfand, daß er Chaplins Assistent war, interessierte ich mich für die Sache und sagte ihm, laß uns anfangen. Er schrieb ein Drehbuch, und es war eine charmante Sache. Aber er hatte keine Gewerkschaftskarte, um in Paris arbeiten zu können, also gaben sie mir einen französischen Regisseur, der herumsaß und so tat, als ob er Regie führte, was aber nicht der Fall war. [...] Jerry drehte eine sehr nette, sehr charmante Story mit Kämpfen und allem Drum und Dran, aber es war keine Lemmy-Caution-Geschichte. Der Film hatte Charme, und es gab viele Gags, denn Jerry hatte viel bei der Arbeit mit Chaplin gelernt, und er besaß eine ähnliche Mentalität. [...] Der Film wurde ein bescheidener Erfolg, aber ich liebte ihn, denn er hatte großen Charme. Ich hätte in dieser Richtung weiter machen sollen.«
EDDIE CONSTANTINE

Donnerstag 18.2.2010 - 20 Uhr
Ab heute wieder Niederschläge: Eddie Constantine
Liebe, Lumpen, Leidenschaften
LE GRAND BLUFF
F 1957 – s/w – DF – 87 Min.
Regie Patrice Dally
Buch Jerry Epstein, Louis Martin, Patrice Dally Kamera Armand Thirard Musik Bill Byers Darsteller Eddie Constantine, Dominique Wilms, Mireille Granelli, Moustache, Bernard Dhéran, Christian Mery

»Eddie Constantine liebt, wie jedermann weiß, das Abenteuer, den Whisky und die Damen. Sein neuester Film gibt ihm wieder weidlich Gelegenheit, seinen Passionen zu frönen. Das Abenteuer: Eddie, bar jeden Geldes, stapelt hoch, quartiert sich als angeblicher US-Multimilliardär im ›George V‹ ein, wird in Manipulationen um eine Ölquelle verwickelt, betrogen, verprügelt, entführt, befreit und wieder verprügelt. Sein großer Coup: die Erfindung der ›Volksaktie‹! – Der Whisky: ›Welche Sorte?‹ wird er einmal gefragt; seine Antwort: ›Ganz egal – nur viel muß es sein!‹ – Die Damen: Dominique Wilms und Mireille Granelli gehören zu jenen ansehnlichen und mit sehr persönlichem Charme begabten Wesen, die man auf unserer Leinwand immer vergebens sucht und die die Franzosen in beachtlicher Zahl so ganz nebenbei herausbringen. [...]
Seinen Reiz empfängt dieser Film vor allem vom Drehbuch, seinen witzig ersonnenen Situationen und Dialogen (›Aber ich habe doch ihr Wort!‹ – ›Behalten Sie`s als Andenken...‹). Die Regie hat nicht die Eleganz von SERENADE FÜR ZWEI PISTOLEN; dem naiven Vergnügen an den Taten des pokergesichtigen Helden ist das indessen kaum abträglich.«
ENNO PATALAS (1957)

Samstag 20.2.2010 - 20 Uhr
Ab heute wieder Niederschläge: Eddie Constantine
Morphium, Mord und kesse Motten
CES DAMES PRÉFÈRENT LE MAMBO / EDDIE KÜSST MIT BLEI
F/I 1957 – s/w – DF – 105 Min.
Regie und Buch Bernard Borderie
Kamera Jacques Lemare Musik Charles Aznavour Darsteller Eddie Constantine, Pascale Robert, Lino Ventura, Véronique Zuber, Jacques Castelot, Lise Bourdin, Jean Murat

»Ein weiterer Musikal-Thriller mit – vielmehr: um Eddie Constantine, den singenden Whiskyschlauch. Sein Dekor ist der wohlvertraute, den seine Verehrer nicht missen möchten – wie denn überhaupt bei solchen Serien der Reiz des einzelnen Opus nicht in unbedingter Originalität liegt, sondern in der einfallsreichen Abwandlung der Formel, die es immer neu zu bestätigen gilt. Der volle Reiz erschließt sich infolgedessen nicht dem Zufallsbesucher, sondern nur dem ›Kenner‹.
Eddies Formel wird von den (ausnahmsweise glücklichen) deutschen Titeln seiner Werke zutreffend umschrieben. Mit seinem stets leicht irritierten Pocken- und Pokergesicht, in dem einige tausend ›Golden Label‹, ›vat 69‹ und ›Black and White‹ ihre Spuren hinterlassen haben, wirkt Eddie wie eine Parodie auf den verewigten Humphrey Bogart, der verwandte Rollen mit einem tragischen Flair umgab, der Eddie nun freilich völlig abgeht. Vielmehr ›verfremdet‹ er seine Parts auf das lustigste, indem er ›aus der Rolle fällt‹, Reden ans Publikum hält oder sich abfällig über den Filmstar Eddie Constantine äußert.«
ENNO PATALAS (1958)

Mittwoch 24.2.2010 - 20 Uhr
Boulevard der Erinnerung: Jennifer Jones (gest. 17.12.2009)
Portrait of Jennie
JENNY
USA 1948 – s/w – OF – 85 Min.
Regie William Dieterle
Buch Paul Osborn, Peter Berneis (Ben Hecht, Robert Nathan), nach dem Roman von Robert Nathan Kamera Joseph H. August, Lee Garmes Musik Dimitri Tiomkin, nach Motiven von Claude Debussy Lied Bernard Herrmann Darsteller Jennifer Jones, Joseph Cotton, Ethel Barrymore, Lillian Gish, Cecil Kellaway, David Wayne, Albert Sharpe, Henry Hull, Felix Bressart

»Produziert von David O Selznick als ein Monument für die Schönheit seiner zukünftigen Frau Jennifer Jones, ist dies eine von Hollywoods besten romantischen Phantasien. Ein langer Titelvorspann erwägt ewige Fragen über Leben, Zeitraum und Tod, und dann treffen wir Joseph Cotton als sich abmühenden Künstler, der sich in die mystische Jones verliebt. Der Film besitzt viel Passion und Überzeugungskraft, und Jones ist einfach überwältigend, während Cottons angeborene Schwäche und Verletzlichkeit perfekt zu seiner Rolle passen. Mit William Dieterles stilvoller Inszenierung und der Debussy plagiierenden Musik des Komponisten Dimitri Tiomkin steuert der Film in eine surreale romantische Welt von ganz eigenem Reiz.«
RADIO TIMES GUIDE TO FILMS (2000)

Donnerstag 25.2.2010 - 20 UHR
Michael Pfleghar
SERENADE FÜR ZWEI SPIONE
BRD/IT – 1965 – Farbe
Regie Michael Pfleghar
Buch Michael Pfleghar, nach einem Roman von K. H. Günther Kamera Ernst Wild Musik Francesco De Masi Darsteller Helmut Lange, Barbara Lass, Wolfgang Neuss, Heidelinde Weis, Dick Palmer

Geheimagent 006 auf der Suche nach einem Lasergewehr. Nach seinem erfolgreichen Debüt, der Kriminalfilmsatire DIE TOTE VON BEVERLY HILLS (1964), versucht sich Michael Pfleghar hier an einer Parodie auf Agentenfilme, wobei er derben Witz und drastische Erotik geschickt mit ausgefallenen Kameratricks kombiniert.

Samstag 27.2.2010 - 20 UHR
Zum 100. Geburtstag von Vincente Minnelli
VERDAMMT SIND SIE ALLE
SOME CAME RUNNING
USA1958 – Farbe – DF – 136 Min.
Regie Vincente Minnelli
Buch John Patrick, Arthur Sheekman, nach dem Roman von James Jones Kamera William H. Daniels Musik Elmer Bernstein Darsteller Frank Sinatra, Dean Martin, Shirley MacLaine, Martha Hyer, Arthur Kennedy, Nancy Gates

»Der Roman SOME CAME RUNNING („Verdammt sind sie alle“) war ein massives Stück Nachkriegs-Americana: Bei seiner Erstveröffentlichung bewarb man ihn als den umfangreichsten Roman in der jüngeren US-Literaturgeschichte. [...] Bei Minnelli wird aus diesem ›weißen Wal‹ ein kantiges Stück Rat-Pack-Melancholie mit Shirley MacLaine, Dean Martin und Frank Sinatra – eine grausame Studie in kleinstädtischer Kleingeistigkeit, durchdrungen von existentiellen Ängsten und einer ganz fundamentalen, ungemilderten Trauer über Leben, die anders hätten sein können. Ein Film aus dem Packeis der Zeit nach dem Koreakrieg. Wie für wenige andere Werke Minnellis gilt hier: Die Bilder mögen künstlich sein und die Stars allein Silberschatten, doch die Gefühle sind echt und wahr und ganz gegenwärtig.«
RUI HORTÉNSIO, ÖSTERREICHISCHES FILMMUSEUM (2007)

DURCHGEKNALLT!?

Exzentriker und Egomanen, Fanatiker und Chaoten, Tabu-Brecher und Borderline-Syndrome, bizarre Momente, Alpträume, Psycho-Trips und Existentialismus pur.

LE CINEMA

GESCHICHTE

CINÉ-TRANCE

Filme von JEAN ROUCH

In Kooperation mit der SK Stiftung Kultur und mit freundlicher Unterstützung der Filmstiftung NRW, des Bureau du cinéma, Berlin des Institut français de Cologne und CHBP, Köln

In der Reihe ciné-trance präsentiert der Filmclub 813 einige Filme des französischen Ethnologen Jean Rouch (geb. 1917 in Paris), die in Deutschland bisher nur selten gezeigt wurden. Während Jean Rouch in Frankreich als Pionier des ethnografischen Films und als Begründer des cinéma vérité verehrt wird, gilt er hierzulande als cineastischer Geheimtipp. Dabei hat er seit 1947 über 120 Filme realisiert, darunter zahlreiche ethnografische Filme über westafrikanische Besessenheitskulte. Seine improvisierten Spielfilme, die er gemeinsam mit afrikanischen Protagonisten entwickelte, übten einen starken Einfluss auf die Nouvelle vague aus. Moi, un Noir (1957) beispielsweise wurde seinerzeit von Jean-Luc Godard als der »größte französische Film seit der Befreiung« gefeiert. Rouchs improvisierten Spielfilme, die sich im Grenzbereich zwischen dokumentarischem und fiktionalem Film bewegen, stehen im Zentrum der Reihe.

Am 30. November wird Jean Rouch selbst anwesend sein, um seinen neusten Film Le rêve plus fort que la mort (2002) vorzustellen.

UDO KIER WERKSCHAU

Exzentriker und Egomanen, Fanatiker und Chaoten, Tabu-Brecher und Borderline-Syndrome, bizarre Momente, Alpträume, Psycho-Trips und Existentialismus pur.

ALLES, ALLES ÜBER DEUTSCHLAND

ALLES ANIMIERT!

Kurzfilmprogramm

In Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule für Medien Köln

Vom Lege- und Zeichentrick über animierte lebensgroße Puppen bis hin zu 3D-Computeranimationen und Mischtechniken - das Spektrum der Animationsarbeiten an der KHM ist groß. Der Abend gibt einen Einblick in neue und alte Techniken, zeigt Filme, die auf internationalen Festivals mit Preisen ausgezeichnet wurden und feiert vier Premieren.

DAS LEBEN IST EIN ROMAN - FILME VON ALAIN RESNAIS

Gefördert durch die SK Stiftung Kultur, Köln
und dem Bureau du Cinéma, Berlin
Mit Unterstützung des Institut Francais, Köln

Nach über zehn Jahren die erste Werkschau der Filme von Alain Resnais in Deutschland!

zu Gast beim Filmclub 813 ist Sylvette Baudrot, die für die meisten Filme Resnais' als Skriptfrau (die offizielle Bezeichnung: "Skriptgirl") gearbeitet hat. Zu den Vorstellungen am 25.11. ( "I want to go home") und am 27.11. ("Smoking"/No Smoking") wird sie über ihre Arbeit mit Alain Resnais erzählen.

Alain Resnais schuf mittlerweile berühmte Reflexionen über die Erinnerung ("Hiroshima, mon amour", 1959, "Letztes Jahr in Marienbad"). Dabei war er nie einfach nur Filmemacher. Eher ist er stets ein Arrangeur, der Elemente von Theater, Skulptur und Roman in eine filmische Form gießt. Bei seinen fröhlichen Versuchsanordnungen über die Suche nach Liebe und Glück läßt er Platz für Genres wie Musical, Melodram und Comic-Strip. Sein Universum aus neurotischen, vielschichtigen Menschen ("Das Leben ist ein Chanson", 1997) muß man lieben. Wie überhaupt Alain Resnais' sperrigen Willen zur Schönheit, zum Geheimnis und zur Poesie.

BOOP-OOP-A-DOOP - BETTY, DAFFY, BUGS UND ALL DIE ANDEREN ...

10 JAHRE "KÖLNER GRUPPE" 1993-2003

IM RAHMEN DER LANGEN NACHT DER KÖLNER MUSEEN

Wiederholungen: 20 UHR, 23.00 UHR, 1.30 UHR

"TRICKS & TREATS" - KURZFILMPROGRAMM

IM RAHMEN DER LANGEN NACHT DER KÖLNER MUSEEN

Wiederholungen: 21.45 UHR, 0.30 UHR

EROTISCHE ESKAPADEN

Frivoles, Pikantes, Kokettes und Amüsantes aus der Zeit als es noch keine Hard-Sex-Filme und Pornos gab.

100 JAHRE PETER LORRE: DER EWIGE EMIGRANT

Am 26.6.1904 wurde Peter Lorre in Rózsahegy/ Rosenberg im damaligen Österreich-Ungarn (heute Ruzomberok, Slowakei) geboren. Schon mit seinem dritten, grandiosen Film-Auftritt als getriebener Kinder-Mörder in Fritz Langs ?M? (1931) entschied sich seine Lebensrolle: Immer der Fremde, der ewige Emigrant, der Außenseiter, der Ausgestoßene, der Verlorene. ?Der Verlorene? war auch seine einzige Arbeit als Regisseur, in dem er 1951 einen vor den Nazis geflohenen Heimkehrer spielt, der in Deutschland an der belasteten Nachkriegs-Gesellschaft zerbricht. Populär wurde Lorre in den USA vor allem als gewitzter Detektiv Mr. Moto in acht Filmen und im Traum-Gespann mit dem bombastischen Sidney Greenstreet. Schon Lorres bizarre Kino-Namen sind Programm: Klotz, ?Pig? Chochon, Capt. Chang, Pepi, Dr. Einstein, Adolphus Bedlo, Smiley, Contreras, Nikolai Zaloshoff, Montresor Herringbone, Guillermo Ugarte und natürlich Joel Cairo in ?Der Malteser Falke?. In 86 Kinofilmen und zahlreichen TV-Auftritten spielte er exotische und exzentrische, groteske und gerissene Charaktere, durchtriebene Intriganten, unterwürfige Parasiten, geheimnisvolle Dunkelmänner, gehetzte Gauner von ungewisser Herkunft ? und selbst als Drahtzieher letztlich Marionette. Peter Lorre, der lange Jahre morphiumsüchtig war, starb kurz nach den Dreharbeiten zu seinem letzten Fillm ?The Patsy? (neben Jerry Lewis) am 23.3.1964 in Los Angeles.

DER STUDENT VON PRAG


JENSEITS VON EUROPA VIII ? NEUE FILME AUS AFRIKA

FilmInitiativ Köln e.V. zeigt vom 30.11. ? 8.12.: Jenseits von Europa VIII ? Neue Filme aus Afrika

Programm im Kino in der Brücke:

WERKSCHAU ROBERT BRAMKAMP

ERIK UND THOMAS, ENDLICH 40

PREMIERE

Ein Abend mit Super-8-Fassungen großer Kinoklassiker

WEIHNACHTSFILM

EAT THE RICH

KÖLN-PREMIERE

KILLER-BARBIES UND VAMPIERE - WERKSCHAU JESS FRANCO

AUFBRUCH VOLLER HOFFNUNG - FRAUEN IM IRAN

LET'S FACE TEHE MUSIC AND DANCE - DAS MUSICAL VON 1930 -1990

WERKSCHAU ERIC ROHMER

UNSERE OPFER ZÄHLEN NICHT - Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

ZUM 100. GEBURTSTAG VON HENRY FONDA

RE-EDUCATE GERMANY BY FILM!

THIS IS SKATEBOARDING!

MANFRED KRUG - EIN SCHAUSPIELERPORTRÄT

HOLLYWOOD & DIE NAZIS

FREUD GOES POP

HOMMAGE AN TRUMAN CAPOTE

ZUM 100. GEBURTSTAG VON RICHARD ANGST, KAMERAMANN

HEILIGE & NARREN

DER KLEINE GODARD - ERINNERUNG AN HELLMUTH COSTARD

SURREALISMUS & FILM

DIRTY USCHI - DIE GLAS DER FRÜHEN JAHRE

FILMCLUB INTIM

DAUMENKINO-KINO

EINE VERANSTALTUNG DER KINDERNOTHILFE

- Der Eintritt zu dieser Vorstellung ist kostenlos. -

Der Arbeitskreis Köln der Kindernothilfe e.V. erbittet jedoch im Anschluss an den Film eine Spende für das o.g. Projekt.

GANGSTER, COPS & DETEKTIVE

TOWERS OF TRASH - DER PRODUZENT HARRY ALAN TOWERS

FANTOMAS-SPEZIAL

KING OF THE B'S - ROGER CORMAN

SIGIGÖTZ

CARTE BLANCHE WERKSTATTKINO, MÜNCHEN

WERKSCHAU JACQUES DOILLON

DIRECT CINEMA: RETROSPEKTIVE ALBERT & DAVID MAYSLES

Eine Filmreihe von Jennifer Jones und Anja Dreschke und dem Filmclub 813, in Kooperation mit der ifs - internationalen filmschule köln.
Gefördert durch SK Stiftung Kultur Förderprogramm und die Filmstiftung NRW.

OBSKURE FILME AUS BERLIN

GOALS, GOALS, GOALS

- Fußball im Kino: Dokumentarisches & Kurzspielfilme

MARGARET TAIT - KURZFILMPROGRAMM

»The cinema I care about is at the leval of poetry «

»Margaret Tait (1919-99) lebte und arbeitete auf Orkney und ging beharrlich ihren ganz eigenen Weg. Ihre meist kürzeren 16mm-Filme sind schlicht und klar. Einfache Bilder voller Achtung für das, was sie umgibt - die Menschen, die Landschaft, das alltägliche Leben. PORTRAIT OF GA, den sie 1952 mit ihrer Mutter filmte, ist ein privater Film für Alle. Diese feine Balance zwischen privat und öffentlich, zwischen innen und außen, die allen ihren Filmen wesentlich ist, macht Margaret Tait für mich zu einer der schönsten Filmpoetinnen.
Nachdem sie Anfang der 50er Jahre in Rom Film studierte, ging sie zurück nach Edinburgh und gründete die »Ancona Films«. Sie schrieb Gedichte, gab mehrere Bücher heraus, und begann eigene Filme zu machen. Alle 32 kurzen Filme, die zwischen 1951 und 98 entstanden, hat sie selbst finanziert. 1991 inszenierte sie im Alter von 74 Jahren ihren einzigen langen Spielfilm BLUE BLACK PERMANENT.
Alex Pirie hat sehr schön beschrieben, was Margaret Taits Filme so eigen macht: "Ihre Bilder sind zugänglich (eine Distel ist unweigerlich eine Distel), sie sind alltäglich und auf dieser Ebene eine Darstellung der Dinge wie sie sind. Aber so, wie sie gefilmt sind, in ihren rhythmischen Mustern, ihrer Länge, geben die Bilder eine Vorstellung vom Geheimnis und der Vieldeutigkeit, mit der die so genannt einfachen Dinge erfüllt sind."«
Ute Aurand

Dank an Peter Todd und das LUX für die Zusammenstellung der Programme.

ZUM 40. TODESTAG VON MONTGOMERY CLIF

DIE WELT DES ARTUR BRAUNER - 60 JAHRE FILMPRODUKTION

MELANCHOLIE DES WIDERSTANDS - ZUM 85. GEBURTSTAG VON MIKLÓS JANCSÓ

60 JAHRE DEFA - UNBEKANNTES & VERGESSENES

Anläßlich des 60. Jahrestages der Gründung der DEFA, der staatlichen Filmproduktionsgesellschaft der DDR, zeigt der Filmclub 813 zwischen dem 3. Oktober, bekannt als Tag der Wiedervereinigung, und dem 7. Oktober, dem Nationalfeiertag der DDR zur Staatsgründung, Unbekanntes und Vergessenes aus den Archiven.

FILME VON JÜRGEN HEITER

EIFEL-FILME

HOMMAGE AN ISABELLE HUPPERT

LaDOC-Lectures

MINUTENTEXTE. THE NIGHT OF THE HUNTER

SCHNITT-PREIS/FILM +

Das Herz des Films liegt zwischen den Einstellungen. Der Filmschnitt gibt den Takt vor, diktiert die Ordnung der Bilder und das Timing der Geschichte. Film+ gibt dem Filmschnitt ein Gesicht und zeigt vom 25. bis 27. November 2006 im Kölner Off Broadway und im Kino in der Brücke zum sechsten Mal seine Gesichter.

HOMMAGE AN DAGMAR HIRTZ

ZUM 100. GEBURTSTAG VON OTTO PREMINGER

KURZFILMFESTIVAL SHORT CUTS COLOGNE

ULRICH SCHAMONI - WERKSCHAU

UMFELD DES FILMCLUB 813 UND DER KÖLNER GRUPPE

DIE ABENTEURER - HOMMAGE AN LINO VENTURA

ALLE ZEIT DER WELT

CYCLE DOCUMENTAIRE

Französische Dokumentarfilme, ausgewählt von Cahiers du cinéma

Die Reihe »Cycle documentaire« läuft in Zusammenarbeit mit dem Bureau du Cinéma und dem Institut Français, Köln

Mit freundlicher Unterstützung von:
Stadt Köln, Kölnischer Kunstverein und Geissendörfer GmbH

Dank an die Kunsthochschule für Medien, Köln

ZUM 80. GEBURTSTAG VON DOROTHY MALONE

ANDY WARHOLE FACTORY

HOMMAGE ROBERT ROSSEN

WE'RE BRITISH, BUT...

HOMMAGE AN ANNA MAGNANI

WIENER VORSTADTPOSSEN

Die Filme von Elizabeth T. Spira

FEMINALE

CLEMENS KLOPFENSTEIN

MICHELANGELO ANTONIONI: AUGENBLICKE DER WAHRHEIT

ZUM 80. GEBURTSTAG VON HARRY BELAFONTE

STUMMFILM MIT MUSIKBEGLEITUNG

ROMY SCHNEIDER - ZWISCHEN SISSI UND ROSALIE

FILME VON JOE D AMATO

Mit diesem Film beginnt eine kleine Reihe zu Joe d´Amato (bürgerlich Aristide Massaccesi, 1936-1999, von Fans liebevoll »Massa« genannt), dem neben Jess Franco berühmt-berüchtigtsten unter den Auteurs (Buch, Kamera und Regie meist in einer Person) des europäischen Exploitationfilms.

Mit geringsten Budgets und ohne jeden prätentiösen Kunstanspruch gelang ihm in seinen besten Werken die Aura eines subtil-poetischen Kinos des Erotischen und/oder der Grausamkeit.

PRODUCTION VALUES - FILME ÜBER DAS FILMEMACHEN

Film- und Vortragsreihe in Kooperation mit dem Filmclub 813 im Rahmen des bundesweiten Projekts »Work in Progress«.
»Work in Progress« ist ein Projekt der Freunde der Deutschen Kinemathek e.V. im Rahmen des Programms »Arbeit in Zukunft« der Kulturstiftung des Bundes.

Die Kölner Reihe »Production Values« wird gefördert durch die SK-Stiftung Kultur ? Förderprogramm.

Kuratiert von Carlo Peters & Brigitte Weingart



In der Reihe PRODUCTION VALUES geht es um die Auseinandersetzung mit filmischen Arbeitsprozessen im Film. Die ausgewählten Filme rücken das Filmemachen als ein Tätigkeitsfeld in den Blick, in dem materielle und immaterielle Arbeit miteinander verschränkt sind. So wird gerade in der Filmarbeit eine Verlagerung von fordistisch geprägter »Kulturindustrie« hin zu einem flexibilisierten Arbeitsalltag, bei dem sich die Grenze zu Freizeit und Privatleben verwischt, besonders deutlich sichtbar. Die Gründe dafür liegen nicht zuletzt in der medialen Beschaffenheit des Films: in der arbeitsteiligen Produktion, die jeden Film zu einer Gruppenarbeit werden lässt, in dem ökonomischen Aufwand, der doppelten Zeitlogik von abgegrenzten Projekten einerseits und festen Produktionsstrukturen andererseits. Kann also die Filmbranche als eine Art ?Avantgarde prekärer Arbeitsverhältnisse? gelten? Und gilt dies nicht erst recht für den Einsatz von affektiver Arbeit in der Filmproduktion? Oder für die Ermunterung zur Selbstausbeutung, die sich der Identifikation mit einer Tätigkeit verdankt, die ?mehr als ein Job? ist? Damit stellt sich aber auch die Frage, was im Medium Film von der Filmarbeit überhaupt in den Blick geraten kann, inwiefern sich ein Medium selbst beobachten kann.

NUSCHLN & NÖRGLN - EINE HOMMAGE AN HANS MOSER

?Ich glaube nicht, daß ich die Rollen jemals so komisch spielen kann?
(C. Chaplin über Hans Moser, Wien 1927)

Der Filmclub813 würdigt in einer Hommage zum ersten Mal in Deutschland mit acht ausgewählten Filmen das Werk von Hans Moser.
Die Reihe startet am 27. Mai (Pfingstsonntag) mit dem Stummfilm ?Die Stadt ohne Juden? aus dem Jahre 1924. Andreas Hirsch, Musiker und bildender Künstler aus Köln, wird den Eröffnungsabend mit Gitarre, Diktiergerät und Loopmaschine musikalisch lenken.
Die Reihe beschließt am 24. Juni der Film ?Herrn Josefs letzte Liebe? aus dem Jahre 1958, in dem er noch einmal eine grandiose Charakterrolle sich buchstäblich auf den Leib geschrieben hat: seine Liebe zum besten Freund des Menschen kennt keine Grenzen.

Hans Moser ist im deutschsprachigen Raum bekannt für den grantelnden und misantropischen Wiener. Seit es Komödien gibt, kennt man die Figur des Clowns, des Hanswursten, des Tolpatsch. Er gab ihnen etwas Neues dazu: das Mosern.
Seine untersetzte, krummbeinige Figur, das ungeschminkte warzige Alltagsgesicht und das Zerhacken der Sprache wurden sein Markenzeichen. Zur Zeit der großen Weltwirtschaftskrise war er der Fürsprecher des Souterrainproletariats und der Garant des ?kleinen Lächelns?. Sein Rollenbild des kleinen Mannes, über die Jahre im fünften Wiener Bezirk und am Naschmarkt beobachtet lockte ein Millionenpublikum in die meist ausverkauften Kinosäle. Sein Aufstieg zum begehrten Kabarettist geschah in einer Zeit, in der die meisten seiner jüdischen Kollegen Berufsverbot erhielten. Seiner Popularität als der Volksschauspieler ist es zu verdanken, daß er trotz seiner Ehe mit einer ?Volljüdin? ab 1934 weiterhin als Schauspieler in deutschen Filmen tätig sein durfte. Seine Ehefrau Blanca wurde ?nur? nach Budapest ins Exil geschickt.
Moser war in den geschlossenen und seichten Bilderwelten der NS-Traumfabrik ein Fels der Realität, der zeigte, daß Humor etwas mit Widerstandskraft zu tun hatte und wie es Helmut Karasek treffend beschreibt ?das Gelächter, das er hervorrief, war Ausdruck ungeweinter Tränen über die Demütigung seiner Dienstmänner und kleinen Leute; seine Raunzerei der taugliche Versuch, Menschenwürde in einer dazu untauglichen Zeit festzuhalten.? Moser war der Bruch und der Kitt in einer Person, in dem er die Figur des Herrschers und die Figur des Dieners zueinander führte.

Zur Reihe erscheint eine Broschüre.
Kuratiert von Maximilian Erbacher & Dejan Rakas, Köln

ZUM BEISPIEL BRESSON - HOMMAGE AN ROBERT BRESSON

Zum Beispiel Bresson ? Hommage an Robert Bresson


Anlässlich des bevorstehenden 100. Geburtstags von Robert Bresson zeigt der Filmclub 813 zehn Filme des französischen Regisseurs aus dem Zeitraum von 1951 bis 1983.
Innerhalb des französischen Kinos nimmt Bresson eine Sonderstellung ein. Er sprengt die Konventionen des altväterlichen Cinéma de qualité, steht aber auch außerhalb der Nouvelle Vague, wenngleich ihm deren Vertreter regelmäßig den höchsten Respekt bekundeten. Auch international fällt es schwer, Vergleiche zu ziehen.
Formal sind seine Filme sehr streng komponiert. Bresson ist Minimalist, einer von der radikalsten Sorte. Dies äußert sich nicht nur im Verzicht auf professionelle Schauspieler, aufwändige Sets, unnötige Handlungselemente oder überflüssige Kamerabewegungen. Bressons Minimalismus geht noch weiter. Um Urs Jenny zu zitieren: ?Wozu ein Dialogsatz, wenn eine Geste oder ein Blick genügt? Wozu den Kopf eines Menschen zeigen, wenn ein Stück Rumpf mit Arm alles Nötige sagt? Wozu überhaupt ein Bild, wenn ein Geräusch reicht??
Bressons Themen sind dabei immer wieder die gleichen: Schuld und Sühne, Erlösung sowie die Rolle des Heiligen in einer unheiligen Welt. Dabei tritt er jedoch nicht als Verkünder von Wahrheiten auf, sondern als jemand, der die richtigen Fragen aufwirft und dem Zuschauer, auch dank der mit stilistischen Mitteln erzeugten Distanz, ausreichend Raum lässt, diese für sich selbst zu beantworten.


"Die Fragen, die Bresson stellt, werden niemals unwichtig sein."
(Rainer Werner Fassbinder)

KOCH-LECTURE MIT PETER KUBELKA

ZUM 80. GEBURTSTAG VON GINA LOLLOBRIGIDA

ZUM 80. GEBURTSTAG VON KEN RUSSELL

ZUM 100. GEBURTSTAG VON BARBARA STANWYCK

ZUM 90. GEBURTSTAG VON ROBERT MITCHUM

OPEN-AIR-KINO - WAS TUN

Open-Air-Kino auf dem ehemaligen Güterbahnhof Ehrenfeld

»Jack in the Box« und der FILMCLUB 813 thematisieren mit der Open-Air-Filmreihe »Was tun« Aufbrüche und Ausbrüche aus privaten Stillständen und gesellschaftlichen Frustrationen.

»Was tun« gilt auch für den Verein »Jack in the Box e. V.«, der auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs Ehrenfeld seit Mai 2007 seine neue Heimat gefunden hat. Arbeitsbereich des Vereins ist die Entwicklung innovativer Modelle der Beschäftigungsförderung, die Stillstand und Frustation entgegenwirken sollen. So werden u.a. Arbeitsgelegenheiten geschaffen, indem ausgediente See-Container umgebaut und einer neuen Nutzung zugeführt werden (siehe www.jackinthebox-koeln.de).

Das Gelände des ehemaligen Ehrenfelder Güterbahnhofs ? einer der wenigen weißen Flecken auf dem Stadtplan von Köln ? eignet sich hervorragend als Kulisse für das gemeinsam geplante »Rand-Zonen-Kino«.


Achtung anderer Veranstaltungsort
ehemaliger Güterbahnhof Ehrenfeld
Vogelsanger Str. 231
(Kreuzung Leyendeckerstr./ Helmholtzstr.)
50825 Köln

Beginn der Filme ab 21:30 Uhr

FREE CINEMA

»Sie sind ein wenig in Vergessenheit geraten, heute, in unserer Sicht des Kinos: die Helden des britischen Free Cinema der 60er. Wir haben, cineastisch, das Erwachsenwerden gelernt mit ihnen, aber wir haben sie nie so ins Herz geschlossen wie die Spinner von Paris, die Schlawiner der Nouvelle Vague, von Michel Poiccard bis Antoine Doinel.
DIE EINSAMKEIT DES LANGSTRECKENLÄUFERS (von Tony Richardson) 1962, SAMSTAGNACHT BIS SONNTAGMORGEN (von Karel Reisz) 1960, GELIEBTER SPINNER alias BILLY LIAR (von John Schlesinger): die Titel sind Programm geworden für ein Kino zwischen Isolation und Imagination, eine Welt der Alltagstristesse, in der für kurze Augenblicke nur Aufruhr, Rebellion, Flucht in die Imagination möglich scheint. Wo die Verzweiflung wie Firnis alles überzieht. [?]
Ein Kino der Gegensätze und unüberwindlichen Distanzen, was die Beziehung angeht von Kamera und Filmemacher und Zuschauer. Die Welt draußen ist Ruine und Rudiment, und sie wird auch durch die Kraft der Phantasie nicht wieder ganz. Was kein Grund ist, es nicht immer wieder aufs Neue zu versuchen, so sprengt selbst das melancholische SAMSTAGNACHT BIS SONNTAGMORGEN den engen Rahmen von Zeit und Raum, ein paar Stunden im Leben eines Arbeiters (Kino, Kneipe, Koitus) und läßt uns fremdgehen in die Tiefe menschlicher Blicke und Exkursionen zu menschlichen Körpern und Gesichtern. [?]
Die Nouvelle Vague, das war Kino der großen Stadt, die Briten filmen die Banlieue, machen Vorstadtfilme. Denn London und die anderen englischen Städte haben kein Zentrum, kein Innenleben, man findet sich da immer an der Peripherie.«
Fritz Göttler

JEAN-CLAUDE BRIALY

CARTE BLANCHE FÜR HANS W. GEIßENDÖRFER

GERHARD HENSCHEL: PROSA, LYRIK, KRITIK

NEUES DEUTSCHLAND

ausgewählte Dokumentarfilme zum deutschen Thema zwischen dem »Tag der Deutschen Einheit« und dem ehemaligen »Nationalfeiertag der DDR«

JEAN RENOIR

Die Reihe »Jean Renoir« läuft mit freundlicher Unterstützung vom Bureau du Cinéma und dem Institut français de Cologne

60 JAHRE FILMCLUBS IN KÖLN: DIE BRÜCKE

Ein enormer Nachholbedarf bestimmte das Programm der Filmclubs, die schon kurz nach dem Krieg überall in Deutschland gegründet wurden. Vergessene, aber bedeutende Klassiker, während der jüngsten Vergangenheit verbotene Werke und viele neue Filme der Nachkriegszeit fanden hier ihre (oft ersten) Vorführungen. Ab Herbst 1947 zeigte der Filmclub Köln e.V. zunächst in Kinos wie der Schauburg, später regelmäßig in der Brücke ein Programm mit wöchentlich drei bis sechs Vorführungen und anschließenden Diskussionen. 1949 wurde in Hamburg der Verband der deutschen Filmclubs gegründet, aus dem dann bald darauf auch die Jugendfilmclubs und die studentischen Filmclubs (in Köln 1952) hervorgingen. Anfang der 50er Jahre hatte der Filmclub Köln schon mehr als 1200 Mitglieder. Zu Gast waren Regisseure wie etwa Claude Autant-Lara, René Clair, André Delvaux oder Hans Richter.

Die Reihe »60 Jahre Filmclubs in Köln: Die Brücke« läuft mit freundlicher Unterstützung des Referats für Filmgeschichte, Köln (Leo Schönecker)

SAMUEL FULLER

DIETER EPPLER ZUM 80. GEBURTSTAG

HOMMAGE AN ANGELIKA WALLER

Die Reihe »Hommage an Angelika Waller« wurde gefördert von der DEFA-Stiftung (Fotos: Filmmuseum Potsdam).

ZUM 150. GEBURTSTAG VON JOSEPH CONRAD

SUPER 8 MEETS DV-TRASCH - MARCEL ZEIGT KURZFILME

KURZFILMPROGRAMM mit Filmen von Marcel Belledin, Markus Mischkowski, Rainer Knepperges, Christian Mrasek u.a.

Im Zeitalter von »YouTube« wird ein Blick auf Klassiker geworfen, die auf der Rauhfasertapete der eigenen vier Wände ihre Verbreitung gefunden haben…

ZUM 60. GEBURTSTAG VON JOHN CARPENTER

ZUM 80. GEBURTSTAG VON JEANNE MOREAU

Jeanne Moreau, voller Lachen und Zärtlichkeit

Die Frau steckt voller Leidenschaft, die Schauspielerin weckt Leidenschaften.
Jedesmal, wenn ich sie mir aus der Entfernung vor Augen führe, sehe ich sie nicht Zeitung lesen, sondern mit einem Buch in der Hand, denn Jeanne Moreau läßt nicht an einen Flirt denken, sondern an Liebe.
Im Gegensatz zu so vielen Schauspielern und Schauspielerinnen, die nur über den Umweg von Konflikten und Spannungen spielen können und dabei manchmal Konzentration mit Selbstanalyse verwechseln, liefert Jeanne Moreau ihre besten Leistungen in einer Arbeitsatmosphäre voller Lachen und Zärtlichkeit, die sie selbst aufzubauen und aufrechtzuerhalten hilft, selbst wenn es darum geht, starke Emotionen zu projizieren.
Großzügigkeit, Leidenschaft, Komplizenschaft, Begreifen der menschlichen Zerbrechlichkeit, all das kann man auf der Leinwand lesen, wenn Jeanne Moreau spielt.
In den zwanzig Jahren meiner Arbeit fürs Kino bleiben die Dreharbeiten zu JULES ET JIM dank Jeanne Moreau für mich eine strahlende Erinnerung, die strahlendste überhaupt.

François Truffaut (1981)

HOWARD HAWKS

ZUR AUSSTELLUNG "KONZEPT DER LIEBE" IM KÖLNISCHEN KUNSTVEREIN

VOYEUR, VOYEUR!

THE FAR COUNTRY - AMERIKANISCHE WESTERN 1946-1962

»Der Western ist das einzige Genre, dessen Anfänge mit denen des Kinos überhaupt fast identisch sind.«
André Bazin

Die Reihe »The Far Country - Amerikanische Western 1946-1962« wird von SK-Stiftung Kultur gefördert.

OFFSCREEN / ONSCREEN

Die in der Forschung angelegte Perspektive auf die künstlerisch verarbeiteten konkurrierenden Bild- und Raumsysteme soll in der Vortrags- und Filmreihe sowie dem abschließenden Symposium am 6. Juni 2008, jenseits des wissenschaftsinternen Diskurses einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ab 21. Februar 2008 sollen insgesamt sechs öffentliche Vorträge in einem dreiwöchigen Rhythmus präsentiert werden. Sie werden donnerstags um 19.00 Uhr beginnen und nach anschließender Diskussion wird ab 20.30 die Fokussierung des Vortrags durch ein Filmbeispiel nach Wahl der Referentinnen und Referenten veranschaulicht. Die Kooperation mit dem Kölnischen Kunstverein bietet sich nicht nur aus räumlich-technischen Gründen an (der Kinosaal und der Filmclub 813 befinden sich im Gebäude des Kunstvereins), sondern auch aufgrund der Thematisierung relevanter Fragestellungen zu Film- und Videoarbeiten in der Gegenwartskunst im Ausstellungskontext und dem Programm des Filmclubs Für den Zeitraum der Vortragsreihe wird Carlo Peters (Filmclub 813) eine Filmreihe kuratorisch konzipieren, die zu dem Themenfeld der Vortragsreihe und des Symposiums einen weiteren Bogen spannen und weiteres Material für die Sichtung zugänglich machen wird.

JEAN-PAUL BELMONDO ZUM 75. GEBURTSTAG

JACQUES DEMY

Die Reihe »Jacques Demy« läuft mit freundlicher Unterstützung vom Bureau du Cinéma und dem Institut Français, Köln.

SUPEREROI DIMENTICATI - DIE RÜCKKEHR DER GUTEN LAUNE


Am 12.1.1966 begann in den USA eine neue Zeitrechnung. Da flimmerte zum ersten Mal die Fernsehserie BATMAN in die Wohnzimmer und Herzen von Millionen US-Kindern.

Ein neues Genre war geboren, daß der modernen Comicverfilmungen.
Der im August des selben Jahres gestartete Kinofilm war so erfolgreich, daß sich die Plagiats-geübten Italiener aufmachten, eine ganze Horde mehr oder weniger edler Recken ins Zelluloid-Getümmel zu schicken: Männer in schlecht sitzenden roten Strampelanzügen oder - aus Budgetgründen - mit einer unsichtbar machenden Tarnfarbe überstrichene Streiter.
Diese Helden sind heute vergessen, dem Alkohol verfallen, leben von der Fürsorge oder Vagabundieren auf den Domplatten unserer Großstädte und erzählen von ihren glorreichen Taten in den hiesigen Kinos.

Der Filmclub 813 hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, diesen "Supereroi dimenticati", ob sie nun "Rotes Phantom", "3 tolle Kerle"; "Diabolik", "Argoman", "Goldface" oder gar "Batwoman" heißen, ein würdiges Andenken zu schaffen, auf das sie wieder aufrecht neben "Spider Man", "Iron Man" oder den "Fantastic Four" huldvoll die Liebe der Trash-Fans auf der großen Leinwand erheischen.


Wir danken dem GEHEIMNISVOLLE FILMCLUB BUIO OMEGA für seine Unterstützung.



Unter dem Motto "Was sie bei uns verpassen, ist für Sie unwiederbringlich verloren" bringt DER GEHEIMNISVOLLE FILMCLUB BUIO OMEGA an jedem dritten Samstag im Monat zwei ausgewählte Exploitationfilm-Klassiker zurück auf die große Kinoleinwand. Die Homepage bietet kompetente Besprechungen zu den Zelluloid-Raritäten, qualitativ hochwertige deutsche und internationale Original-Aushangfotos und Kino-Werbematerialien, top-aktuelle News aus der Welt des Genre-Kinos und vieles mehr. Ansehen und nie wieder vergessen!

'68 - WHAT'S LEFT?

EXPOSED DEBÜTFILMFESTIVAL


Eintritt:
Normal: 5,00 Euro
"Freunde des Filmclub 813": 3,50 Euro
> "Freundes-Karte": einmalig 8,13 Euro pro Zeitjahr
Ermäßigt (z.B. Studenten etc.): 2,50 Euro


Seit dem 1. Juli 2001 ist der Filmclub 813 Betreiber des Kinos
im Gebäude "DIE BRÜCKE".
Der Filmclub 813 dankt dem Kölnischen Kunstverein für seine Unterstützung.