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Programm Mai


Eine Übersicht der kommenden Vorstellungen
findet man unter "Demnächst".


NEUE ANFANGSZEIT IM MAI!
Die 20:13-Vorstellungen beginnen gegen 20:30 Uhr!
Die 20:00-Vorstellungen des Sommerblut-Festivals
beginnen gegen 20:13 Uhr!



14. - 24.5.2013:
FILMPROGRAMM ZUM THEMA "FLUCHT" IM
12. SOMMERBLUT-KULTURFESTIVAL

73 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht aus ihrem
Heimatland. Sie fliehen vor Krieg, Naturkatastrophen, wirtschaft-
lichem Elend oder Verfolgung.
Sie machen sich auf zu vermeintlich besseren Gefilden. Einige
flohen ohne Ziel, andere hatten ein Ziel, das sie niemals erreichen,
wieder andere waren an ihrem Ziel unerwünscht. Ein aktuelles
Filmprogramm beleuchtet verschiedene Aspekte.

Welche Umstände treiben Menschen in die Flucht und was
bedeutet es, auf der Flucht zu sein und seine Heimat zu verlieren?
Aber auch der Hoffnung wird Raum und Stimme verliehen. Im
positiven Sinn kann Flucht Befreiung bedeuten, und den Auftakt
zu einem neuen, besseren Leben.

Kuratiert von Carla Despineux in Kooperation mit FilmInitiativ Köln e.V.


Mittwoch 22.5.2013 - 20 Uhr
WEIL ICH SCHÖNER BIN
D 2012 - 81 Min. – digital
Regie: Frieder Schlaich
Buch: Claudia Schaefer
Kamera: Benedict Neuenfels - Musik: Don Philippe
Mit Mariangel Böhnke, Mira Aring, Angeles Aparicio, Andrea
Sánchez del Solar, Anton Buchenhorst, Lavinia Wilson u. a.

Charo ist 13, geht mit ihren Freunden in Berlin zur Schule und
hat den coolsten aller Jungs im Visier. Ein ganz normales Teenie-
Leben. Scheinbar. Denn Charo lebt seit Jahren ohne Papiere in
Deutschland. Nicht einmal ihre beste Freundin Laura darf das
wissen. Dann wird ihre Mutter von der Polizei geschnappt und
will mit ihr nach Kolumbien zurück. Charo will um ihre Zukunft
in Deutschland kämpfen…

Pubertät, Vertrauen, prekäre Lebensverhältnisse und Betrüge-
reien: WEIL ICH SCHÖNER BIN verquickt eine lebendige
Teenager-Story mit dem Ausnahmezustand Illegalität. Der
mitreißende Film basiert auf einer wahren Geschichte.

"Mit weichem, warmem Licht filmt Kameramann Benedict Neuenfels
diese Szenen, die oft wie kleine, hingeworfene Momente wirken,
ganz beiläufig eingefangen. In den besten Szenen erinnert das nicht
umsonst an die Lässigkeit von Filmen Dominik Grafs, für den
Neuenfels einige Male hinter der Kamera stand und die zeigen, wie
auch eine kleine Produktion mit einfachen Mitteln hochklassig
wirken kann."
(Michael Meyns / Programmkino.de)


Donnerstag 23.5.2013 - 20 Uhr
A JIHAD FOR LOVE
(EIN DSCHIHAD FÜR DIE LIEBE)
USA/D/GB 2007 - OmU - 78 Min.
Buch & Regie: Parvez Sharma
Kamera: Berke Bas, David W. Leitner, Parvez Sharma
Musik: Sussan Deyhim, Richard Horowitz
Mit Muhsin Hendricks, A.K. Hoosen, Mazen, Abdellah Taia u. a.

Unter Berufung auf den Koran ist in vielen muslimischen Ländern
Homosexualität ausdrücklich verboten. Abhängig von Regierung
und Rechtsprechung, gibt es Strafen von der Auspeitschung bis
hin zum Tod durch Steinigung.

A JIHAD FOR LOVE nimmt uns mit in die Lebens- und Erfah-
rungswelten homosexueller gläubiger Muslime. Ihre bewegenden
Geschichten zeugen vom inneren Kampf, Glauben und Liebe
vereinbaren zu wollen. Viele von ihnen müssen ihre Heimat und
ihre Familien verlassen.

Die vielschichtigen Porträts wurden über fünf Jahre hinweg in
Indien, Pakistan, Iran, Türkei, Ägypten, Südafrika und Frankreich
gedreht. Filmemacher Parvez Sharma fängt darin Momente der
Verfolgung, der Flucht und der Ausgrenzung ein, aber auch der
Hingabe zum Islam und der Liebe zu den PartnerInnen, und nicht
zuletzt einer großen Hoffnung auf Veränderung.

"Ich wollte mit meinem Film einer Community eine Stimme
geben, die in vielen Ländern zum Schweigen verurteilt ist. Ich
wollte dieser viel zu selten gehörten Minderheit die Möglichkeit
geben, ihre Geschichte des Islams zu erzählen."
(Parvez Sharma)


Freitag 24.5.2013 - 20 Uhr
ON THE RUN
Jugendliche Flüchtlinge unter der Regie von
Mehrdad Hossein Razi und Arjang Omrani

Zwei Künstler aus dem Iran, haben mit jugendlichen Flüchtlingen,
die in Köln leben, einen Dokumentarfilm erarbeitet. Es geht um
das Thema, das alle Beteiligten vereint: Was heißt es, das
familiäre Umfeld hinter sich lassen zu müssen, auf der Flucht zu
sein und in einem unbekannten Land und einer fremden Kultur zu
leben? Im Mittelpunkt stehen sogenannte "UMFs" - das sind
"Minderjährige Unbegleitete Flüchtlinge", also Jugendliche, die
ganz alleine aus ihren Heimatländern flüchten mussten, um für
ihr Überleben und eine bessere Zukunft zu kämpfen.

Unter der Leitung des Musikers und Pädagogen Mehrdad Hossein
Razi wurden die persönlichen Geschichten und Erfahrungen im
Rahmen eines Workshops dokumentarisch aufgearbeitet und in
das Medium Film übersetzt. Der Filmemacher Arjang Omrani
entwickelte die inhaltlichen Themen zusammen mit den Jugend-
lichen in eine künstlerisch-visuelle Ausdrucksweise, die alle
Bereiche von Film und Filmproduktion integriert.

In Kooperation mit

DIWAN Deutsch-Iranische Begegnungsstätte, Kölner Flüchtlingsrat,
IN VIA - Kath. Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit Köln,
IB Soziale Dienste, Gebundener Ganztag der Martin-Luther-King-
Hauptschule

Gefördert durch Akademie der Künste der Welt, Köln und Marga
und Walter Boll-Stiftung

Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit
dem Filmteam statt.


Samstag 25.5.2013 - 20:13 Uhr
Cine bizarro: Plastik-Ufos zerstören die Erde
RAUMSCHIFF ALPHA
(I CRIMINALI DELLA GALASSIA)
I 1965 - DF - 35 mm - 93 Min.
Regie: Antonio Margheriti (als Anthony Dawson)
Buch: Ivan Reiner, Renato Moretti - Kamera: Riccardo Pallottini
Musik: Angelo Francesco Lavagnino
Mit Tony Russel, Lisa Gastoni, Massimo Serato, Carlo Giustini,
Franco Nero, Enzo Fiermonte u. a.

Es sind üble Mächte am Werk in einer nicht weit entfernten
Zukunft. Auf der Erde verschwinden immer wieder Menschen
unter unerklärlichen Umständen. Mike Halstead, Kommandant
der Raumstation Gamma 1, wird auf den Fall angesetzt und
seine Ermittlungen führen ihn bald zu Professor Nurmi. Dieser
hat Halstead nicht nur seine attraktive Kollegin Conny Gomez
abspenstig gemacht, sondern hinter seinen fiesen Gen-Experi-
menten verbirgt sich auch ein unfassbares Geheimnis: Nurmi
will aus der Verschmelzung von Mann und Frau den perfekten
Menschen erschaffen.

Selbst in der Filmografie eines Vielfilmers wie Antonio Margheriti
stellt RAUMSCHIFF ALPHA ein Unikum dar. Ein derart farben-
frohes Delirium, indem sich vierarmige Glatzköpfe und miniaturi-
sierte Menschen in Koffern die Klinke in die Hand geben, konnten
selbst die Folgefilme um die Raumstation Gamma 1 nicht mehr
bieten. Neben psychedelischem Irrsinn der Güteklasse A präsen-
tiert der Film außerdem den jungen Franco Nero in einer Nebenrolle.
Der deutsche Titel ist irreführend, da "Alpha" im Film der Name
eines Planeten ist, der deutsche Werbeslogan hingegen ist
Programm: "Der nervenpeitschende Einsatz eines verwegenen
Weltraumkommandos!"

"So kann man sich also ganz auf einen vergnüglichen Trash-Film
freuen, der die Erwartungen diesbezüglich auch voll erfüllt.
Besonders umwerfend sind die Miniatur-Effekte, die regelrecht
zum Steckenpferd Margheritis werden sollen. RAUMSCHIFF
ALPHA ist grandiose Unterhaltung aus einer Zeit, in der Perfektion
nicht gerade groß geschrieben wurde."
(Frank Trebbin - Die Angst sitzt neben dir)


Sonntag 26.5.2013 - 20:13 Uhr
Comedy Classics: René Clair
DIE FESTUNG FÄLLT, DIE LIEBE LEBT
(LES FÊTES GALANTES)
F/Rumänien 1965 - DF - 92 Min. - 35mm
Buch & Regie: René Clair
Kamera: Christian Matras - Musik: Georges Van Parys
Mit Jean-Pierre Cassel, Geneviève Casile, Philippe Avron,
Jean Richard, György Kovács, Alfred Adam u. a.

"Locker strukturierte ironische Heldenkomödie von René Clair,
die am Beispiel der (frei erfundenen) Belagerung einer Stadt im
18. Jahrhundert den fragwürdigen Ruhm von Abenteuer- und
Kriegslegenden karikiert. Die burlesk intrigierte Belagerung hat
weder Sieger noch Besiegte. Bemerkenswert unbeschwerte
Unterhaltung."
(Zweitausendeins.de)

LES FETES GALANTES war René Clairs letzter Film.


Montag 27.5.2013 - 20:13 Uhr
New Hollywood
SERPICO
USA 1973 - DF - 130 Min. - 35mm
Regie: Sidney Lumet
Buch: Waldo Salt, Norman Wexler
Kamera: Arthur J. Ornitz - Musik: Mikis Theodorakis
Mit Al Pacino, John Randolph, Jack Kehoe, Biff McGuire,
Barbara Eda-Young u. a.

Der gerade von der Polizeiakademie gekommene Jungpolizist
Frank Serpico schießt quer. Nicht nur seine langen Haare gehen
den Kollegen gegen den Strich. Besonders seine Weigerung,
Bestechungsgelder annehmen, macht ihn im korrupten New
Yorker Polizei- und Justizapparat zum Außenseiter - er ist eine
Gefahr für das eingespielte, perfide und rassistische System.
Doch auch eine Versetzung bringt Serpico nicht von seinem
Weg ab…

"`Ich bin ein gezeichneter Mann in dieser Abteilung. Warum?´,
fragt der New Yorker Cop Frank Serpico den Bezirksstaatsanwalt
und kennt selbst die Antwort. […] Sidney Lumets schonungsloser
Tatsachen-Thriller zählt zu den großen Würfen des New Hollywood.
Und Al Pacinos Porträt des fusselbärtig-hippiesken Idealisten zu
den grandiosen Leistungen seiner Karriere."
(Matthias Schmidt / Stern)

Al Pacino spielte hier zwischen den beiden ersten PATEN-Filmen
eine der Rollen seines Lebens. Er erhielt dafür seine zweite Oscar-
Nominierung und einen Golden Globe. Der wahre Frank Serpico
kehrte 1980 nach New York zurück. Er setzt sich bis heute in der
Öffentlichkeit für Bürgerrechte und gegen Polizeigewalt und Korruption
ein.


Mittwoch 29.5.2013 - 20:13 Uhr
813-Carte-Blanche: Joachim Geffers
HARAKIRI
(SEPPUKU)
J 1962 - DF - 114 Min. - s/w - 35mm
Regie: Kobayashi Masaki
Buch: Hashimoto Shinobu (nach dem Roman "Ibun ronin ki"
von Takiguchi Yasuhiko)
Kamera: Miyajima Yoshio - Musik: Takemitsu Toru
Mit Nakadai Tatsuya, Ishihama Akira, Iwashita Shima,
Tanba Tetsuro, Mikuni Rentaro, Sato Kei u. a.

Nach dem Ende der Bürgerkriege kommt ein herrenloser Samurai,
Tsugumo Hanshiro, zum Schloß des Fürsten Ii und begehrt,
im Hof des Schlosses Seppuku (wörtl. Aufschneiden des
Bauches, fälschlich in der westlichen Welt Harakiri genannt)
vollziehen zu dürfen, um ehrenhaft zu sterben. Weil vorher zu viele
andere Samurai mit einer Geldspende von diesem Vorhaben
abgebracht werden konnten, will man ihn dazu zwingen, wirklich
die Zeremonie auch durchzuführen. Man erzählt ihm auch von
einem Vorgänger, der aus Geldmangel sogar seine Schwerter
(seine Seele!) hatte verkaufen müssen und nun mit seinem
Holzschwert die Zeremonie besonders grausam vollziehen musste.

Der Samurai erbittet dann noch als Sekundanten den obersten
Samurailehrer des Shogun, aber dieser kann angeblich nicht
gefunden werden; auch die zwei nächsten sind angeblich krank
oder verhindert. Diese drei hatten nämlich den verarmten und
schwertlosen Samurai, der der Schwiegersohn von Hanshiro
war, zum Selbstmord gezwungen. Daraufhin warf Hanshiro die
Köpfe dieser drei Samurai in den Garten, er hatte sie vorher im
Schwertkampf besiegt und getötet.

Danach ein furioser Schwertkampf...

Eine Anklage gegen Unrecht, gegen überkommene Wertvor-
stellungen und gegen Korruption, Grausamkeit und Autorität,
die nur noch aus der Vergangenheit ihre Berechtigung zu finden
versucht. "Indem er gegen die übermächtige Tradition kämpft,
die einen Ehrenkodex und ein Ritual ohne jegliche Bedeutung
als ihr Erbe hinterlassen hat, fordert Kobayashi die Rückkehr
zur Ehrlichkeit eines nur noch moralisch begründeten Gesetzes."
(Pierre Billard)

"Als ich diesen Film zum ersten Mal gesehen habe, haben mir
vor allem die furiosen Schwertkampfszenen gefallen. Außerdem
waren mir Takemitsu Toru als der Komponist für moderne Musik
und der Titelentwerfer Teshigara Sofu als Künstler (japanischer
Picasso), Gründer und Iemoto der `Sogetsu´-Ikebana-Schule
und Vater des Filmregisseurs Teshigahara Hiroshi (DIE FRAU
IN DEN DÜNEN, RIKYU, SEIDE UND SCHWERT) ein Begriff.
Erst später habe ich die Problematik der verelendeten herrenlosen
Samurai und die Verlogenheit der herrschenden Klasse verstanden."
(Joachim Geffers)


Donnerstag 30.5.2013 - 20:13 UHR
Wie man sieht (Stationen der Filmgeschichte)
BROKEN BLOSSOMS OR THE YELLOW MAN AND THE GIRL
(GEBROCHENE BLÜTEN)
USA 1919 - OF - viragierte Fassung, mit Musikbegleitung
88 Min. - s/w - 16mm
Regie: David Wark Griffith
Buch: David Wark Griffith (nach der Erzählung "The Chink and
the Child" von Thomas Burke)
Kamera: G.W. "Billy" Bitzer, Hendrik Sartov, Karl Brown
Mit Lillian Gish, Donald Crisp, Richard Barthelmess, Arthur
Howard u. a.

"In den Londoner Slums verliebt sich Lucy gegen den Willen
ihres Vaters, der sie mißhandelt, in den chinesischen Laden-
besitzer Cheng Huan. Was wie ein Dickens-Stoff klingt,
verwandelt sich bei Griffith in eine entschlackte, fast abstrakte
Parabel über tragisch unerfülltes Begehren. Cheng ist zerrissen
zwischen der Anbetung weiblicher Unschuld und seiner
anwachsenden Sinnenlust; für Lucy repräsentiert der Liebhaber
in spe ein Versprechen auf bisher unbekanntes Glück. Lillian
Gish, zum wiederholten Mal Griffiths Hauptdarstellerin, übertraf
sich selbst - v.a. in der erschreckenden Passage mit Lucy im
Wandverschlag, wo sie sich aus Angst vor der väterlichen Strafe
verbirgt. Griffith selbst zeigte sich nach Drehschluß schockiert:
`My God, why didn’t you warn me you were going to do that
60 Jahre später hatte Stanley Kubrick wohl diese Szene im Kopf,
als er die klimaktische Badezimmer-Konfrontation in THE SHINING
mit Jack Nicholson und Shelley Duvall drehte."
(Paolo Cherchi Usai / Österreichisches Filmmuseum)

David Wark Griffith kann als einer der ganz großen Pioniere des
Kinos gelten. Mag er auch nicht die komplette Filmsprache
erfunden haben, wie ihm bisweilen nahegelegt wird, so hat er
vieles dennoch so effektiv und einfallsreich wie keiner vor ihm
verwendet, die Großaufnahme und die Parallelmontage
insbesondere.

BROKEN BLOSSOMS nun ist, im Vergleich zu THE BIRTH OF
A NATION und INTOLERANCE, ein eher "kleinerer", intimer Film
Griffiths, und vielleicht gerade deswegen einer seiner schönsten,
ein Melodram zum Zerfließen schön, wunderbar fotografiert von
"Billy" Bitzer und mit einer umwerfenden Hauptdarstellerin:
Lillian Gish!

Vorfilme:

THE ADVENTURES OF DOLLIE
(DOLLIES ABENTEUER)
USA 1908 - OF - 10 Min. - s/w - 16mm
Ein Film von David Wark Griffith

"THE ADVENTURES OF DOLLIE, die einfache Geschichte eines
Menschenraubs samt finaler Rettung, war [Griffiths] Eintritt ins
Metier und wurde als Keim einer kommenden Revolution gefeiert."
(Paolo Cherchi Usai / Österreichisches Filmmuseum)

AN UNSEEN ENEMY
USA 1912 - OF - 11 Min. - s/w - 16mm
Regie: David Wark Griffith
Mit Dorothy und Lillian Gish
Das Filmdebüt von Lillian und Dorothy Gish. Ein Beispiel für
Griffiths last minute rescue, die Rettung in letzter Minute.

Mit Einführung


Freitag 31.5.2013 - 20:13 Uhr
Zum 85. Geburtstag von Agnès Varda
DIE GESCHÖPFE
(LES CRÉATURES)
F/S 1965 - DF - 91 Min. - Farbe & s/w - 35mm
Buch & Regie: Agnès Varda
Kamera: Willy Kurant, William Lubtchansky
Musik: Pierre Barbaud
Mit Michel Piccoli, Catherine Deneuve, Eva Dahlbeck, Britta
Pettersson, Nino Castelnuovo u. a.

"Ein Schriftsteller, der an einem utopischen Roman arbeitet,
sieht die Menschen seiner Umgebung als Figuren seines Werks,
so daß sich Realität und Fiktion für ihn (und den Zuschauer)
unentwirrbar vermischen. Agnès Varda variiert filmische und
literarische Erzählstrukturen, wobei sie die Erwartungshaltung
des Publikums bewußt irritiert und enttäuscht. Eine spielerische
Auflösung des Wirklichkeitsbegriffs, inspiriert vom französischen
nouveau roman."
(Zweitausendeins.de)

"LES CRÉATURES ist Vardas abgezirkeltster, künstlichster,
kunstvollster Film. Erzählt wird die Geschichte eines Paares
am Rande der Welt. […] Dies alles in prallen Franscope-Bildern,
zwischen Schwarz-weiß und Farbe changierend - wobei in den
Un-/Farben nicht notwendigerweise die Klärung der Erzählebenen,
vielleicht aber der Verhältnisse liegt."
(Österreichisches Filmmuseum)


J U N I


Samstag 1.6.2013 - 20:13 Uhr
Boulevard der Erinnerung: Jess Franco (gestorben am 2.4.2013)
DAS GEHEIMNIS DES DR. Z
(DANS LES GRIFFES DU MANIAQUE / MISS MUERTE)
F/E 1966 - DF - 87 Min. - s/w - 35mm
Regie: Jess Franco
Buch: Jess Franco, Jean-Claude Carrière
Kamera: Alejandro Ulloa - Musik: Daniel White
Mit Estella Blain, Mabel Karr, Howard Vernon, Fernando Montes u. a.

Dr. Zimmer wird trotz seiner Forschungserfolge von seinen Kollegen
verhöhnt. Nachdem er an einem Herzanfall gestorben ist, setzt seine
Tochter sein Lebenswerk fort - und rächt sich für den Tod.

Was sich hier nach einem ganz normalen Exploitation-Reißer aus
der unteren Schublade anhört, ist tatsächlich eines der stilvollsten
Werke Jess Francos. Dem exzentrischen Spanier waren zwar die
üblichen Filmkonventionen unwichtig. Vieles in Francos Werk ist
zudem dem Zufall geschuldet. Tatsächlich aber verstand Franco
sein filmisches Handwerk. So reiht Franco in DR. Z ab der ersten
Filmminute eine exquisite Schwarz-Weiß-Einstellung an die andere.
Die sonst typischen Zoom-Ekstasen, Out-of-Focus-Einstellungen
und hingeschluderten Effekte glänzen dagegen durch komplette
Abwesenheit.

Zugleich ist DR. Z ein Franco-Film im besten Sinne, der seine
Pulp-Herkunft zu keinem Zeitpunkt verleugnet. Die charakteris-
tische Nachtclubszene nimmt in der atemberaubenden Perso-
nifizierung als Miss Death selbst in der bizarren Filmwelt des
Exzentrikers eine Sonderrolle ein.

Wer sich ernsthaft mit Jess Franco als Filmemacher ausein-
andersetzen will, kommt um DR. Z nicht herum. Hier findet
sich alles, was das Frühwerk Jess Francos auszeichnet - Pulp,
Gothic-Horror, ein wenig Sexploitation, filmästhetisch formvoll-
endet umgesetzt. Und die Story ist die Grundlage für seine
spätere Liebeserklärung an Soledad Miranda, SIE TÖTETE IN
EKSTASE.

"Jess Franco hat mit DAS GEHEIMNIS DES DR. Z eines
seiner besten Frühwerke abgeliefert, das auf grandiose Weise
die künstlerische Virtuosität im Umgang mit Kamera und Licht
mit einer kraftvollen, ganz dem Genre entsprechenden Geschichte
verbindet."
(Frank Trebbin)


Sonntag 2.6.2013 - 20:13 Uhr
Comedy Classics: Jerry Lewis
HALLO PAGE
(THE BELLBOY)
USA 1960 - DF - 72 Min. - s/w - 35mm
Buch & Regie: Jerry Lewis
Kamera: Haskell Boggs - Musik: Walter Scharf
Mit Jerry Lewis, Alex Gerry, Bob Clayton, Bill Richmond,
Jack Kruschen u. a.

"Der Film, den Sie jetzt sehen, hat keinerlei Beziehung zu
irgendwas. Er besteht aus einer Folge verrückter Szenen. Er
hat keine Handlung, keine Geschichte, er ist einfach verrückt."

"Der außergewöhnlichste aller Jerry-Lewis-Filme; vielleicht aller
Komik-Filme überhaupt; außergewöhnlich in der Radikalität der
Abwesenheit einer Handlung oder eines Sujets. Es gibt nur den
Pagen in einem riesigen Luxushotel, der kein Wort spricht, es
gibt seine Einsamkeit und die verzweifelten Situationen, die sich
daraus ergeben."
(aus: Jerry Lewis - Wie ich Filme mache)

Jerry Lewis‘ Filmdebüt THE BELLBOY mag vielleicht sein
abstraktester Film sein. Auf der anderen Seite ist der Film,
wie Rainer Gansera schreibt, auch "unglaublich realistisch".

"Hegel würde sagen: `Man sieht nichts werden, alles nur
verpuffen.´ Daß der Film nicht zur Krücke einer Handlung
gegriffen hat (aus Naivität) gibt ihm seine außerordentliche
Bedeutung."
(Rainer Gansera - Jerry Lewis - Films for Fun, in: Filmkritik 4/1974)

Vorfilm:
SCRAP HAPPY DAFFY
USA 1943 – OF - 8 Min. - s/w - 16mm
Ein Film von Frank Tashlin

Ein World War II-Cartoon. Daffy muss sich gegen eine
bösartige Ziege der Nazis wehren. Als er schon aufgeben will,
erscheint ihm der Geist Lincolns, freilich in Gestalt einer - was
wohl? - Ente: "Americans don’t give up, and I’m an American… duck!"


Mittwoch 5.6.2013 - 20:13 Uhr
New Hollywood
AMERICAN GRAFFITI
USA 1973 - DF - 110 Min. - 35mm
Regie: George Lucas
Buch: George Lucas, Gloria Katz, Willard Huyck
Kamera: Jan D´Alquen, Ron Eveslage
Mit Richard Dreyfuss, Ron Howard, Paul Le Mat, Charles Martin
Smith, Cindy Williams, Candy Clark, Harrison Ford u. a.

"In einer amerikanischen Kleinstadt, 1962, erleben einige junge
Menschen in einer Nacht den Schwebezustand zwischen Jugend
und Erwachsenwerden. Eine bittersüße, nostalgische Reminiszenz
an vergangene Jugendträume der späteren Vietnam-Generation,
atmosphärisch dicht, mit viel alter Pop-Musik und charmanten
Darstellern inszeniert."
(Lexikon des Internationalen Films)

George Lucas´ autobiografischer Rückblick in seine eigene
Jugend. Ein absoluter Klassiker des amerikanischen
Kinos - authentisch, witzig und voller Wärme.

"[Es handelt sich hier] nicht nur um einen großartigen Film,
sondern um ein geniales Werk geschichtlicher Fiktion. Keine
soziologische Abhandlung könnte einem so gut vor Augen
führen, wie es war, zu eben jenem Zeitpunkt in der Geschichte
zu leben, wie es dieser Film tut."
(Roger Ebert)


Donnerstag 6.6.2013 - 20:13 Uhr
Cine bizarro: Just Jaeckins Edelfantasien
DIE GESCHICHTE DER O
(HISTOIRE D´O)
BRD/F 1975 - DF - 104 Min. - 35mm
Regie: Just Jaeckin
Buch: Sébastien Japrisot (nach dem gleichnamigen Roman
von Dominique Aury)
Kamera: Robert Fraisse, Yves Rodallec - Musik: Pierre Bachelet
Mit Corinne Cléry, Udo Kier, Anthony Steel, Jean Gaven,
Christiane Minazzoli u. a.

Die submissive O (Corinne Cléry), eine erfolgreiche Pariser
Modefotografin, wird von ihrem Freund René (Udo Kier) auf das
abgeschiedene Schloss Roissy gebracht, wo sie sich aus Liebe
zu ihm zu einer perfekten, devoten Liebhaberin ausbilden lässt.

Dominique Aury, die unter dem Pseudonym Pauline Réage die
"Geschichte der O" schrieb, hatte nichts anderes als eine
hingebungsvolle Liebeserklärung an ihren damaligen Geliebten,
den Schriftsteller Jean Paulhan, im Sinn. Der bedankte sich bei
der Veröffentlichung mit einem Vorwort - und hielt die wahre
Identität der Autorin geheim.

So wurde über die Jahre spekuliert, dass ein Roman über die
freiwillige - zumindest sexuelle - Unterwerfung einer Frau nur
eine Männerfantasie sein kann. Just Jaeckin filtert diese
Fantasie mit seiner Hochglanzfotografie und findet geradezu
luxuriöse Bilder. Durch seinen Weichzeichnerblick wird die
"Geschichte der O" fast zu schön, um wahr zu sein - und
blendet damit sicher auch einen Teil der Faszination seiner l
literarischen Vorlage aus.

Andererseits ebnet Jaeckin damit einen Weg, die "Geschichte
der O" einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Um
eine Diskussion um BDSM als ganz normalen Ausdruck
selbstbestimmter Sexualität überhaupt zu ermöglichen, musste
BDSM aus der Schattenwelt ins Licht gezogen werden. Just
Jaeckins Glanzstück ist Teil dieses Prozesses.

"Das ist kein Porno für den Staatsanwalt, sondern für Kino-
Paläste, in denen der Zuschauer nicht nur sehen will, sondern
sich auch sehen lassen kann."
(Der Spiegel, 1975)


Freitag 7.6.2013 - 20:13 Uhr
Die sich in Fetzen schießen: Highlights des Italowestern
DIE RECHTE UND DIE LINKE HAND DES TEUFELS
(LO CHIAMAVANO TRINITÀ…)
I 1970 - DF - 106 Min. - 35mm
Buch & Regie: Enzo Barboni (als E.B. Clucher)
Kamera: Aldo Giordani - Musik: Franco Micalizzi
Mit Terence Hill, Bud Spencer, Steffen Zacharias, Dan Sturkie,
Gisela Hahn, Elena Pedemonte u. a.

Der müde Joe (Terence Hill) trifft in einem verschlafenen Nest
seinen Bruder Bambi (Bud Spencer) wieder. Der gibt sich dort
zwar als Sheriff aus, wartet aber nur auf seine Kumpanen, um
den nächsten Coup zu planen. Doch als der skrupellose
Viehbaron Major brutal gegen die neu angesiedelten Mormonen
vorgeht, überredet Joe seinen Bruder dazu, zusammen die
Mormonen zu verteidigen.

"Der eigentliche Startschuss für die sich anschließende, 15 Jahre
währende Partnerschaft Hills und Spencers und eine ungeahnte
Erfolgsgeschichte des europäischen Kinos, ist LO CHIAMAVANO
TRINITÀ noch viel mehr, nämlich ein großartiger, die Gesetze des
Genres parodistisch überspitzender Italowestern und eine
sensationelle Komödie, die die Basis für alle weiteren Filme des
Duos darstellt. […]
Obwohl LO CHIAMAVANO TRINITÀ in nur wenigen Settings
spielt, vermittelt er eine Ahnung von Größe, die aus dem heutigen
Kino zugunsten eines technokratischen Gigantismus längst
verschwunden ist und die zum Western passt wie die Spencer’sche
Faust aufs Auge der Bösewichter."
(Oliver Nöding / Remember it for later)

Peter Berling erinnert sich in einem Interview, dass die Zuschauer
eines Tages bei Leones TODESMELODIE wegblieben, um sich
dafür TRINITA anzusehen. Diese Anekdote ist zwar historisch
wenig glaubwürdig, weil Leones Spätwestern erst ein Jahr nach
TRINITA anlief, aber sie vermittelt eine Ahnung von der damaligen,
durchschlagenden Prügelkomik des Duos Terence Hill und Bud
Spencer.


Samstag 8.6.2013 - 20:13 Uhr
New Hollywood
THE CONVERSATION
(DER DIALOG)
USA 1974 - OF - 113 Min. - 35mm
Buch & Regie: Francis Ford Coppola
Kamera: Bill Butler, Haskell Wexler - Musik: David Shire
Mit Gene Hackman, John Cazale, Allen Garfield, Frederic
Forrest, Cindy Williams, Teri Garr u. a.

Harry Caul (Gene Hackman) ist einer der besten Abhör-
spezialisten. Sein Beruf ist seine Obsession, er hat sich von
seinen Mitmenschen zurückgezogen. Bei einem Auftrag wird
er in ein Mordkomplott verwickelt. Er ahnt, dass das Leben
des Paares, das er belauschen soll, in Gefahr ist.

Mit seinem Paranoia-Meisterwerk gewann Francis Ford
Coppola 1974 in Cannes die Goldene Palme. Für ihn ist
DER DIALOG sein bester Film: "Es ist ein persönlicher Film,
der auf einem selbstverfassten Drehbuch basiert. Er steht
dafür, wohin ich meine Karriere lenken wollte."

Roger Ebert blickte 2001 in der Chicago Sun-Times zurück:
"DER DIALOG stammt aus einer anderen Zeit […] als die
Thriller von heute, die oft so einfältig sind. Dieser Film ist eine
traurig beobachtende Charakterstudie über einen Mann, der sich
selbst aus dem Leben entfernt hat, denkt, er könne es gefühllos
elektronisch überwachen und herausfindet, dass alle seine
Schutzwälle nutzlos sind. Der Film […] ist absichtlich aus einem
voyeuristischen Blickwinkel heraus geplant; wir alle schauen hin,
sehen aber nicht alles. Hier ist ein Mann, der die Wahrheit sucht,
doch die bleibt immer im Verborgenen."


Sonntag 9.6.2013 - 20:13 Uhr
Comedy Classics: Jerry Lewis
DER AGENTENSCHRECK
(ARTISTS AND MODELS / MALER UND MÄDCHEN)
USA 1955 - DF - 109 Min. - 35mm
Regie: Frank Tashlin
Buch: Frank Tashlin, Hal Kanter & Herbert Baker (nach dem
Stück "Rock-A-Bye Baby" von Michael Davidson und Norman
Lessing)
Kamera: Daniel L. Fapp - Musik: Harry Warren
Mit Dean Martin, Jerry Lewis, Shirley MacLaine, Dorothy Malone,
Eddie Mayehoff, Eva Garbor, Anita Ekberg, Jack Elam u. a.

"Jerry verschlingt Comics, verwandelt sich selbst in eine
Comicfigur, Freddie Fieldmouse; und wie er einmal die Tür
aufmacht, steht da leibhaftig der Held seines Lieblingscomic:
die Bat Lady."
(aus: Jerry Lewis - Wie ich Filme mache)

ARTISTS AND MODELS ist der erste von insgesamt acht
Filmen, die Jerry Lewis mit Regisseur Frank Tashlin drehte.
Tashlin kam vom Animationsfilm her, arbeitete in den 30er
und 40er Jahren mit solchen Meistern wie Robert Clampett,
Chuck Jones und Tex Avery zusammen. Er führte u.a. Regie
bei einigen Bugs Bunny- und Daffy Duck-Kurzfilmen, bevor
er sich in den 50ern dem Realfilm zuwandte. Sein respektloser
und fantasievoll-absurder Witz war wie geschaffen für jemanden
wie Jerry Lewis. In gewisser Weise kann Tashlin auch, was
Lewis‘ eigene Regie-Arbeiten anbelangt, als sein Vorbild gelten.

Es dauerte seine Zeit, bis die Filmkritik Frank Tashlin oder gar
Jerry Lewis eine Bedeutung zugestand. Lediglich die Filmkritiker
der Cahiers du cinéma waren (einmal mehr) ihrer Zeit voraus.
So schrieb Jean-Luc Godard über zwei Filme von Frank Tashlin
(einer davon ARTISTS AND MODELS): "Die Groteske ist alles
andere als ein leichtes Genre. Sie verlangt mehr Sensibilität als
Intelligenz, und eine Anzahl von Regisseuren, unter ihnen die
hervorragendsten, landen dabei auf dem Bauch. […] In der
Komödie verdient nur Erfolg, wer sie ernstnimmt, eine tausendmal
sicherere Taktik als im Drama ironisch zu werden, zu spotten.
Das heißt, daß in unserem kleinen Spiel ein gewitzter Tashlin
zwei Billy Wilder aufwiegt." Und zum Schluss: "Man sieht, daß
Tashlin Lubitsch in guter Erinnerung hat, den von CLUNY BROWN
und TO BE OR NOT TO BE. Die amerikanische Komödie ist tot.
Sei es. Es lebe die amerikanische Komödie." (Cahiers du
cinéma, 1956)


Mittwoch 12.6.2013 - 20:13 Uhr
Cine bizarro: Just Jaeckins Edelfantasien
GWENDOLINE
F 1984 - DF - 105 Min. - 35mm
Regie: Just Jaeckin
Buch: Just Jaeckin, Jean-Luc Voulfow (nach dem Comic
von John Willie)
Kamera: André Domage - Musik: Pierre Bachelet, Bernard Levitte
Mit Tawny Kitaen, Brent Huff, Zabou Breitman, Bernadette Lafont,
Jean Rougerie u. a.

Der Vater der Klosterschülerin Gwendoline (Tawny Kitaen)
verschwindet in dem kleinen asiatischen Land Yik Yak auf
der Suche nach einem seltenen Schmetterling. Umgehend
begibt sie sich mit ihrer Freundin Beth (Zabou Breitman) auf
die Suche nach dem Forscher. Auf ihrem Weg begegnet ihnen
der abenteuerlustige Willard (Brent Huff). Natürlich zögert er
nicht, die beiden Grazien in das geheimnisvolle Land zu begleiten.

"Barbarella meets Indiana Jones" verspricht der Werbeslogan
vollmundig - und das nicht zu Unrecht. Denn in ihren sexy-knappen
Lederrüstungen meistern die jungen Damen auch die gefährlichsten
Hindernisse, ob es nun hungrige Kannibalen, giftige Sandstürme,
ein Diamanten spuckender Vulkan oder Amazonen mit Sadomaso-
Gelüsten sind.

"[GWENDOLINE] stellt […] mit seiner wunderbaren Mischung aus
Erotik, Groschenheftpulp und Fantasycomic und seinem visuellen
Stil, der die 30er-Jahre durch die Achtzigerjahre-Designerbrille
bricht, nicht nur einen ziemlich einzigartigen Film dar, sondern
auch noch eine willkommene Alternative zu den Hollywood-
Mainstreamproduktionen, an die er sich zweifellos anhängt. Toll!"
(Oliver Nöding / Remember it for later)


Donnerstag 13.6.2013 - 20:13 Uhr
813-Carte-Blanche: Filiz Demirci
ELF UHR NACHTS
(PIERROT LE FOU)
F/I 1965 - DF - 112 Min. - 35mm
Regie: Jean-Luc Godard
Buch: Jean-Luc Godard (nach dem Roman "Obsession" von
Lionel White)
Kamera: Raoul Coutard - Musik: Antoine Duhamel
Mit Jean-Paul Belmondo, Anna Karina, Dirk Sanders, Raymond
Devos, Graziella Galvani, Hans Meyer, Samuel Fuller, Jean-Pierre
Léaud u. a.

"Ferdinand nimmt eine Leiche in seiner Wohnung zum Anlaß,
aus der bürgerlichen Welt auszubrechen. Wie Godard selbst in
einem Reklametext mitteilt, ist der Film als inhaltliche Summe
seines bisherigen Werks gedacht: PIERROT LE FOU, das ist
ein KLEINER SOLDAT, der mit VERACHTUNG entdeckt, daß
man SEIN LEBEN LEBEN muß, daß EINE FRAU EINE FRAU
IST und daß man in einer NEUEN WELT eine AUSSENSEITER-
BANDE werden muß, um sich nicht AUSSER ATEM wiederzu-
finden. Außerdem werden die Experimente mit der Form
konsequent fortgesetzt (z.B. Zersplitterung der Geschichte,
geschriebenes Wort und Bild, Gebrauch der Farbe). Am
treffendsten charakterisiert der Surrealist Aragon diesen Film:
`Niemand begreift besser als Godard die Ordnung der
Unordnung.´"
(Lexikon des Internationalen Films)

"PIERROT LE FOU war für mich anfangs unbewußt nicht das
Ende einer Epoche, sondern wirklich der Anfang. […] Mir war
ein Buch von Elie Faure, das ich schon kannte, in die Hände
gefallen, wo es um Velazquez ging, und gleich am Anfang hieß
es da, daß er am Ende seiner Karriere - bei mir war es am
Anfang, aber das war mir nicht klar -, daß Velazquez am Ende
seiner Karriere die Dinge zwischen den Dingen gemalt hätte.
Und mir wurde klar, so nach und nach, daß das Kino das ist,
was zwischen den Dingen ist […]."
(Jean-Luc Godard - Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos)

"Ich sah nur eines: der Film war schön! Von einer übermenschlichen
Schönheit, körperlich bis in die Seele und Fantasie. Das, was man
da zwei Stunden lang sieht, ist von dieser Schönheit, für de das
Wort Schönheit zur Definition nicht ausreicht: man müßte sagen,
daß dieses Vorbeiziehen von Bildern einfach sublim ist."
(Louis Aragon - Les lettres françaises, 1965)

"Sie ist gefunden, die Ewigkeit; es ist das verschwundene Meer
mit der Sonne."


Freitag 14.6.2013 - 20:13 Uhr
DER SOLDAT JAMES RYAN
(SAVING PRIVATE RYAN)
USA 1998 - OmU - 163 Min. - 35mm
Regie: Steven Spielberg
Buch: Robert Rodat
Kamera: Janusz Kaminski - Musik: John Williams
Mit Tom Hanks, Edward Burns, Tom Sizemore, Barry Pepper,
Adam Goldberg, Vin Diesel, Giovanni Ribisi, Matt Damon,
Ted Danson, Paul Giamatti, Dennis Farina u. a.

Nach der Landung in der Normandie im Jahre 1944 erhält
Captain Miller den Auftrag, den Fallschirmjäger James Ryan,
dessen drei Brüder bereits im Krieg gefallen sind, zu finden
und nach Hause zu seiner Mutter zu bringen. Miller stellt
eine neue Einheit zusammen und macht sich auf die Suche,
was sich jedoch zu einem gefährlichen Unterfangen entwickelt,
da Ryan hinter den feindlichen Linien abgesprungen ist.

Für die Einen ist Spielbergs Film pathetisch, überladen und viel
zu eindimensional in seiner Darstellung des Kriegsgeschehens.
Für Andere stellt er die Renaissance des modernen (Anti-)
Kriegsfilms dar. Ob Pro oder Contra, DER SOLDAT JAMES RYAN
bietet Kriegsszenen, wie sie in dieser Form zuvor nicht auf der
Leinwand zu sehen waren. Besonders die Schlacht am Omaha
Beach zu Beginn des Films wirkt lange nach und gilt als
Meisterleistung des oscarprämierten Kameramanns Janusz
Kaminski.

"Steven Spielbergs Film entwirft ein gnadenloses Bild des
Kampfgeschehens und beeindruckt durch seine strikte
Weigerung, Krieg als Stätte menschlicher Bewährung darzu-
stellen. Abgesehen von einer unnötigen pathetischen Rahmen-
handlung hat Spielberg das große Können aller Beteiligten
dazu eingesetzt, ein realistisches Umfeld zu schaffen, das fast
dokumentarischen Charakter annimmt. Das Drehbuch vermag
zwar nicht die geistige Dimension beizusteuern, die der Film
verdient hätte, aber die konsequente und erschütternde
Rekonstruktion des Krieges als Schreckensbild des kollektiven
Todes verleiht dem Film einen hohen humanitären Rang."
(Lexikon des Internationalen Films)












































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DURCHGEKNALLT!?

Exzentriker und Egomanen, Fanatiker und Chaoten, Tabu-Brecher und Borderline-Syndrome, bizarre Momente, Alpträume, Psycho-Trips und Existentialismus pur.

LE CINEMA

GESCHICHTE

CINÉ-TRANCE

Filme von JEAN ROUCH

In Kooperation mit der SK Stiftung Kultur und mit freundlicher Unterstützung der Filmstiftung NRW, des Bureau du cinéma, Berlin des Institut français de Cologne und CHBP, Köln

In der Reihe ciné-trance präsentiert der Filmclub 813 einige Filme des französischen Ethnologen Jean Rouch (geb. 1917 in Paris), die in Deutschland bisher nur selten gezeigt wurden. Während Jean Rouch in Frankreich als Pionier des ethnografischen Films und als Begründer des cinéma vérité verehrt wird, gilt er hierzulande als cineastischer Geheimtipp. Dabei hat er seit 1947 über 120 Filme realisiert, darunter zahlreiche ethnografische Filme über westafrikanische Besessenheitskulte. Seine improvisierten Spielfilme, die er gemeinsam mit afrikanischen Protagonisten entwickelte, übten einen starken Einfluss auf die Nouvelle vague aus. Moi, un Noir (1957) beispielsweise wurde seinerzeit von Jean-Luc Godard als der »größte französische Film seit der Befreiung« gefeiert. Rouchs improvisierten Spielfilme, die sich im Grenzbereich zwischen dokumentarischem und fiktionalem Film bewegen, stehen im Zentrum der Reihe.

Am 30. November wird Jean Rouch selbst anwesend sein, um seinen neusten Film Le rêve plus fort que la mort (2002) vorzustellen.

UDO KIER WERKSCHAU

Exzentriker und Egomanen, Fanatiker und Chaoten, Tabu-Brecher und Borderline-Syndrome, bizarre Momente, Alpträume, Psycho-Trips und Existentialismus pur.

ALLES, ALLES ÜBER DEUTSCHLAND

ALLES ANIMIERT!

Kurzfilmprogramm

In Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule für Medien Köln

Vom Lege- und Zeichentrick über animierte lebensgroße Puppen bis hin zu 3D-Computeranimationen und Mischtechniken - das Spektrum der Animationsarbeiten an der KHM ist groß. Der Abend gibt einen Einblick in neue und alte Techniken, zeigt Filme, die auf internationalen Festivals mit Preisen ausgezeichnet wurden und feiert vier Premieren.

DAS LEBEN IST EIN ROMAN - FILME VON ALAIN RESNAIS

Gefördert durch die SK Stiftung Kultur, Köln
und dem Bureau du Cinéma, Berlin
Mit Unterstützung des Institut Francais, Köln

Nach über zehn Jahren die erste Werkschau der Filme von Alain Resnais in Deutschland!

zu Gast beim Filmclub 813 ist Sylvette Baudrot, die für die meisten Filme Resnais' als Skriptfrau (die offizielle Bezeichnung: "Skriptgirl") gearbeitet hat. Zu den Vorstellungen am 25.11. ( "I want to go home") und am 27.11. ("Smoking"/No Smoking") wird sie über ihre Arbeit mit Alain Resnais erzählen.

Alain Resnais schuf mittlerweile berühmte Reflexionen über die Erinnerung ("Hiroshima, mon amour", 1959, "Letztes Jahr in Marienbad"). Dabei war er nie einfach nur Filmemacher. Eher ist er stets ein Arrangeur, der Elemente von Theater, Skulptur und Roman in eine filmische Form gießt. Bei seinen fröhlichen Versuchsanordnungen über die Suche nach Liebe und Glück läßt er Platz für Genres wie Musical, Melodram und Comic-Strip. Sein Universum aus neurotischen, vielschichtigen Menschen ("Das Leben ist ein Chanson", 1997) muß man lieben. Wie überhaupt Alain Resnais' sperrigen Willen zur Schönheit, zum Geheimnis und zur Poesie.

BOOP-OOP-A-DOOP - BETTY, DAFFY, BUGS UND ALL DIE ANDEREN ...

10 JAHRE "KÖLNER GRUPPE" 1993-2003

IM RAHMEN DER LANGEN NACHT DER KÖLNER MUSEEN

Wiederholungen: 20 UHR, 23.00 UHR, 1.30 UHR

"TRICKS & TREATS" - KURZFILMPROGRAMM

IM RAHMEN DER LANGEN NACHT DER KÖLNER MUSEEN

Wiederholungen: 21.45 UHR, 0.30 UHR

EROTISCHE ESKAPADEN

Frivoles, Pikantes, Kokettes und Amüsantes aus der Zeit als es noch keine Hard-Sex-Filme und Pornos gab.

100 JAHRE PETER LORRE: DER EWIGE EMIGRANT

Am 26.6.1904 wurde Peter Lorre in Rózsahegy/ Rosenberg im damaligen Österreich-Ungarn (heute Ruzomberok, Slowakei) geboren. Schon mit seinem dritten, grandiosen Film-Auftritt als getriebener Kinder-Mörder in Fritz Langs ?M? (1931) entschied sich seine Lebensrolle: Immer der Fremde, der ewige Emigrant, der Außenseiter, der Ausgestoßene, der Verlorene. ?Der Verlorene? war auch seine einzige Arbeit als Regisseur, in dem er 1951 einen vor den Nazis geflohenen Heimkehrer spielt, der in Deutschland an der belasteten Nachkriegs-Gesellschaft zerbricht. Populär wurde Lorre in den USA vor allem als gewitzter Detektiv Mr. Moto in acht Filmen und im Traum-Gespann mit dem bombastischen Sidney Greenstreet. Schon Lorres bizarre Kino-Namen sind Programm: Klotz, ?Pig? Chochon, Capt. Chang, Pepi, Dr. Einstein, Adolphus Bedlo, Smiley, Contreras, Nikolai Zaloshoff, Montresor Herringbone, Guillermo Ugarte und natürlich Joel Cairo in ?Der Malteser Falke?. In 86 Kinofilmen und zahlreichen TV-Auftritten spielte er exotische und exzentrische, groteske und gerissene Charaktere, durchtriebene Intriganten, unterwürfige Parasiten, geheimnisvolle Dunkelmänner, gehetzte Gauner von ungewisser Herkunft ? und selbst als Drahtzieher letztlich Marionette. Peter Lorre, der lange Jahre morphiumsüchtig war, starb kurz nach den Dreharbeiten zu seinem letzten Fillm ?The Patsy? (neben Jerry Lewis) am 23.3.1964 in Los Angeles.

DER STUDENT VON PRAG


JENSEITS VON EUROPA VIII ? NEUE FILME AUS AFRIKA

FilmInitiativ Köln e.V. zeigt vom 30.11. ? 8.12.: Jenseits von Europa VIII ? Neue Filme aus Afrika

Programm im Kino in der Brücke:

WERKSCHAU ROBERT BRAMKAMP

ERIK UND THOMAS, ENDLICH 40

PREMIERE

Ein Abend mit Super-8-Fassungen großer Kinoklassiker

WEIHNACHTSFILM

EAT THE RICH

KÖLN-PREMIERE

KILLER-BARBIES UND VAMPIERE - WERKSCHAU JESS FRANCO

AUFBRUCH VOLLER HOFFNUNG - FRAUEN IM IRAN

LET'S FACE TEHE MUSIC AND DANCE - DAS MUSICAL VON 1930 -1990

WERKSCHAU ERIC ROHMER

UNSERE OPFER ZÄHLEN NICHT - Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

ZUM 100. GEBURTSTAG VON HENRY FONDA

RE-EDUCATE GERMANY BY FILM!

THIS IS SKATEBOARDING!

MANFRED KRUG - EIN SCHAUSPIELERPORTRÄT

HOLLYWOOD & DIE NAZIS

FREUD GOES POP

HOMMAGE AN TRUMAN CAPOTE

ZUM 100. GEBURTSTAG VON RICHARD ANGST, KAMERAMANN

HEILIGE & NARREN

DER KLEINE GODARD - ERINNERUNG AN HELLMUTH COSTARD

SURREALISMUS & FILM

DIRTY USCHI - DIE GLAS DER FRÜHEN JAHRE

FILMCLUB INTIM

DAUMENKINO-KINO

EINE VERANSTALTUNG DER KINDERNOTHILFE

- Der Eintritt zu dieser Vorstellung ist kostenlos. -

Der Arbeitskreis Köln der Kindernothilfe e.V. erbittet jedoch im Anschluss an den Film eine Spende für das o.g. Projekt.

GANGSTER, COPS & DETEKTIVE

TOWERS OF TRASH - DER PRODUZENT HARRY ALAN TOWERS

FANTOMAS-SPEZIAL

KING OF THE B'S - ROGER CORMAN

SIGIGÖTZ

CARTE BLANCHE WERKSTATTKINO, MÜNCHEN

WERKSCHAU JACQUES DOILLON

DIRECT CINEMA: RETROSPEKTIVE ALBERT & DAVID MAYSLES

Eine Filmreihe von Jennifer Jones und Anja Dreschke und dem Filmclub 813, in Kooperation mit der ifs - internationalen filmschule köln.
Gefördert durch SK Stiftung Kultur Förderprogramm und die Filmstiftung NRW.

OBSKURE FILME AUS BERLIN

GOALS, GOALS, GOALS

- Fußball im Kino: Dokumentarisches & Kurzspielfilme

MARGARET TAIT - KURZFILMPROGRAMM

»The cinema I care about is at the leval of poetry «

»Margaret Tait (1919-99) lebte und arbeitete auf Orkney und ging beharrlich ihren ganz eigenen Weg. Ihre meist kürzeren 16mm-Filme sind schlicht und klar. Einfache Bilder voller Achtung für das, was sie umgibt - die Menschen, die Landschaft, das alltägliche Leben. PORTRAIT OF GA, den sie 1952 mit ihrer Mutter filmte, ist ein privater Film für Alle. Diese feine Balance zwischen privat und öffentlich, zwischen innen und außen, die allen ihren Filmen wesentlich ist, macht Margaret Tait für mich zu einer der schönsten Filmpoetinnen.
Nachdem sie Anfang der 50er Jahre in Rom Film studierte, ging sie zurück nach Edinburgh und gründete die »Ancona Films«. Sie schrieb Gedichte, gab mehrere Bücher heraus, und begann eigene Filme zu machen. Alle 32 kurzen Filme, die zwischen 1951 und 98 entstanden, hat sie selbst finanziert. 1991 inszenierte sie im Alter von 74 Jahren ihren einzigen langen Spielfilm BLUE BLACK PERMANENT.
Alex Pirie hat sehr schön beschrieben, was Margaret Taits Filme so eigen macht: "Ihre Bilder sind zugänglich (eine Distel ist unweigerlich eine Distel), sie sind alltäglich und auf dieser Ebene eine Darstellung der Dinge wie sie sind. Aber so, wie sie gefilmt sind, in ihren rhythmischen Mustern, ihrer Länge, geben die Bilder eine Vorstellung vom Geheimnis und der Vieldeutigkeit, mit der die so genannt einfachen Dinge erfüllt sind."«
Ute Aurand

Dank an Peter Todd und das LUX für die Zusammenstellung der Programme.

ZUM 40. TODESTAG VON MONTGOMERY CLIF

DIE WELT DES ARTUR BRAUNER - 60 JAHRE FILMPRODUKTION

MELANCHOLIE DES WIDERSTANDS - ZUM 85. GEBURTSTAG VON MIKLÓS JANCSÓ

60 JAHRE DEFA - UNBEKANNTES & VERGESSENES

Anläßlich des 60. Jahrestages der Gründung der DEFA, der staatlichen Filmproduktionsgesellschaft der DDR, zeigt der Filmclub 813 zwischen dem 3. Oktober, bekannt als Tag der Wiedervereinigung, und dem 7. Oktober, dem Nationalfeiertag der DDR zur Staatsgründung, Unbekanntes und Vergessenes aus den Archiven.

FILME VON JÜRGEN HEITER

EIFEL-FILME

HOMMAGE AN ISABELLE HUPPERT

LaDOC-Lectures

MINUTENTEXTE. THE NIGHT OF THE HUNTER

SCHNITT-PREIS/FILM +

Das Herz des Films liegt zwischen den Einstellungen. Der Filmschnitt gibt den Takt vor, diktiert die Ordnung der Bilder und das Timing der Geschichte. Film+ gibt dem Filmschnitt ein Gesicht und zeigt vom 25. bis 27. November 2006 im Kölner Off Broadway und im Kino in der Brücke zum sechsten Mal seine Gesichter.

HOMMAGE AN DAGMAR HIRTZ

ZUM 100. GEBURTSTAG VON OTTO PREMINGER

KURZFILMFESTIVAL SHORT CUTS COLOGNE

ULRICH SCHAMONI - WERKSCHAU

UMFELD DES FILMCLUB 813 UND DER KÖLNER GRUPPE

DIE ABENTEURER - HOMMAGE AN LINO VENTURA

ALLE ZEIT DER WELT

CYCLE DOCUMENTAIRE

Französische Dokumentarfilme, ausgewählt von Cahiers du cinéma

Die Reihe »Cycle documentaire« läuft in Zusammenarbeit mit dem Bureau du Cinéma und dem Institut Français, Köln

Mit freundlicher Unterstützung von:
Stadt Köln, Kölnischer Kunstverein und Geissendörfer GmbH

Dank an die Kunsthochschule für Medien, Köln

ZUM 80. GEBURTSTAG VON DOROTHY MALONE

ANDY WARHOLE FACTORY

HOMMAGE ROBERT ROSSEN

WE'RE BRITISH, BUT...

HOMMAGE AN ANNA MAGNANI

WIENER VORSTADTPOSSEN

Die Filme von Elizabeth T. Spira

FEMINALE

CLEMENS KLOPFENSTEIN

MICHELANGELO ANTONIONI: AUGENBLICKE DER WAHRHEIT

ZUM 80. GEBURTSTAG VON HARRY BELAFONTE

STUMMFILM MIT MUSIKBEGLEITUNG

ROMY SCHNEIDER - ZWISCHEN SISSI UND ROSALIE

FILME VON JOE D AMATO

Mit diesem Film beginnt eine kleine Reihe zu Joe d´Amato (bürgerlich Aristide Massaccesi, 1936-1999, von Fans liebevoll »Massa« genannt), dem neben Jess Franco berühmt-berüchtigtsten unter den Auteurs (Buch, Kamera und Regie meist in einer Person) des europäischen Exploitationfilms.

Mit geringsten Budgets und ohne jeden prätentiösen Kunstanspruch gelang ihm in seinen besten Werken die Aura eines subtil-poetischen Kinos des Erotischen und/oder der Grausamkeit.

PRODUCTION VALUES - FILME ÜBER DAS FILMEMACHEN

Film- und Vortragsreihe in Kooperation mit dem Filmclub 813 im Rahmen des bundesweiten Projekts »Work in Progress«.
»Work in Progress« ist ein Projekt der Freunde der Deutschen Kinemathek e.V. im Rahmen des Programms »Arbeit in Zukunft« der Kulturstiftung des Bundes.

Die Kölner Reihe »Production Values« wird gefördert durch die SK-Stiftung Kultur ? Förderprogramm.

Kuratiert von Carlo Peters & Brigitte Weingart



In der Reihe PRODUCTION VALUES geht es um die Auseinandersetzung mit filmischen Arbeitsprozessen im Film. Die ausgewählten Filme rücken das Filmemachen als ein Tätigkeitsfeld in den Blick, in dem materielle und immaterielle Arbeit miteinander verschränkt sind. So wird gerade in der Filmarbeit eine Verlagerung von fordistisch geprägter »Kulturindustrie« hin zu einem flexibilisierten Arbeitsalltag, bei dem sich die Grenze zu Freizeit und Privatleben verwischt, besonders deutlich sichtbar. Die Gründe dafür liegen nicht zuletzt in der medialen Beschaffenheit des Films: in der arbeitsteiligen Produktion, die jeden Film zu einer Gruppenarbeit werden lässt, in dem ökonomischen Aufwand, der doppelten Zeitlogik von abgegrenzten Projekten einerseits und festen Produktionsstrukturen andererseits. Kann also die Filmbranche als eine Art ?Avantgarde prekärer Arbeitsverhältnisse? gelten? Und gilt dies nicht erst recht für den Einsatz von affektiver Arbeit in der Filmproduktion? Oder für die Ermunterung zur Selbstausbeutung, die sich der Identifikation mit einer Tätigkeit verdankt, die ?mehr als ein Job? ist? Damit stellt sich aber auch die Frage, was im Medium Film von der Filmarbeit überhaupt in den Blick geraten kann, inwiefern sich ein Medium selbst beobachten kann.

NUSCHLN & NÖRGLN - EINE HOMMAGE AN HANS MOSER

?Ich glaube nicht, daß ich die Rollen jemals so komisch spielen kann?
(C. Chaplin über Hans Moser, Wien 1927)

Der Filmclub813 würdigt in einer Hommage zum ersten Mal in Deutschland mit acht ausgewählten Filmen das Werk von Hans Moser.
Die Reihe startet am 27. Mai (Pfingstsonntag) mit dem Stummfilm ?Die Stadt ohne Juden? aus dem Jahre 1924. Andreas Hirsch, Musiker und bildender Künstler aus Köln, wird den Eröffnungsabend mit Gitarre, Diktiergerät und Loopmaschine musikalisch lenken.
Die Reihe beschließt am 24. Juni der Film ?Herrn Josefs letzte Liebe? aus dem Jahre 1958, in dem er noch einmal eine grandiose Charakterrolle sich buchstäblich auf den Leib geschrieben hat: seine Liebe zum besten Freund des Menschen kennt keine Grenzen.

Hans Moser ist im deutschsprachigen Raum bekannt für den grantelnden und misantropischen Wiener. Seit es Komödien gibt, kennt man die Figur des Clowns, des Hanswursten, des Tolpatsch. Er gab ihnen etwas Neues dazu: das Mosern.
Seine untersetzte, krummbeinige Figur, das ungeschminkte warzige Alltagsgesicht und das Zerhacken der Sprache wurden sein Markenzeichen. Zur Zeit der großen Weltwirtschaftskrise war er der Fürsprecher des Souterrainproletariats und der Garant des ?kleinen Lächelns?. Sein Rollenbild des kleinen Mannes, über die Jahre im fünften Wiener Bezirk und am Naschmarkt beobachtet lockte ein Millionenpublikum in die meist ausverkauften Kinosäle. Sein Aufstieg zum begehrten Kabarettist geschah in einer Zeit, in der die meisten seiner jüdischen Kollegen Berufsverbot erhielten. Seiner Popularität als der Volksschauspieler ist es zu verdanken, daß er trotz seiner Ehe mit einer ?Volljüdin? ab 1934 weiterhin als Schauspieler in deutschen Filmen tätig sein durfte. Seine Ehefrau Blanca wurde ?nur? nach Budapest ins Exil geschickt.
Moser war in den geschlossenen und seichten Bilderwelten der NS-Traumfabrik ein Fels der Realität, der zeigte, daß Humor etwas mit Widerstandskraft zu tun hatte und wie es Helmut Karasek treffend beschreibt ?das Gelächter, das er hervorrief, war Ausdruck ungeweinter Tränen über die Demütigung seiner Dienstmänner und kleinen Leute; seine Raunzerei der taugliche Versuch, Menschenwürde in einer dazu untauglichen Zeit festzuhalten.? Moser war der Bruch und der Kitt in einer Person, in dem er die Figur des Herrschers und die Figur des Dieners zueinander führte.

Zur Reihe erscheint eine Broschüre.
Kuratiert von Maximilian Erbacher & Dejan Rakas, Köln

ZUM BEISPIEL BRESSON - HOMMAGE AN ROBERT BRESSON

Zum Beispiel Bresson ? Hommage an Robert Bresson


Anlässlich des bevorstehenden 100. Geburtstags von Robert Bresson zeigt der Filmclub 813 zehn Filme des französischen Regisseurs aus dem Zeitraum von 1951 bis 1983.
Innerhalb des französischen Kinos nimmt Bresson eine Sonderstellung ein. Er sprengt die Konventionen des altväterlichen Cinéma de qualité, steht aber auch außerhalb der Nouvelle Vague, wenngleich ihm deren Vertreter regelmäßig den höchsten Respekt bekundeten. Auch international fällt es schwer, Vergleiche zu ziehen.
Formal sind seine Filme sehr streng komponiert. Bresson ist Minimalist, einer von der radikalsten Sorte. Dies äußert sich nicht nur im Verzicht auf professionelle Schauspieler, aufwändige Sets, unnötige Handlungselemente oder überflüssige Kamerabewegungen. Bressons Minimalismus geht noch weiter. Um Urs Jenny zu zitieren: ?Wozu ein Dialogsatz, wenn eine Geste oder ein Blick genügt? Wozu den Kopf eines Menschen zeigen, wenn ein Stück Rumpf mit Arm alles Nötige sagt? Wozu überhaupt ein Bild, wenn ein Geräusch reicht??
Bressons Themen sind dabei immer wieder die gleichen: Schuld und Sühne, Erlösung sowie die Rolle des Heiligen in einer unheiligen Welt. Dabei tritt er jedoch nicht als Verkünder von Wahrheiten auf, sondern als jemand, der die richtigen Fragen aufwirft und dem Zuschauer, auch dank der mit stilistischen Mitteln erzeugten Distanz, ausreichend Raum lässt, diese für sich selbst zu beantworten.


"Die Fragen, die Bresson stellt, werden niemals unwichtig sein."
(Rainer Werner Fassbinder)

KOCH-LECTURE MIT PETER KUBELKA

ZUM 80. GEBURTSTAG VON GINA LOLLOBRIGIDA

ZUM 80. GEBURTSTAG VON KEN RUSSELL

ZUM 100. GEBURTSTAG VON BARBARA STANWYCK

ZUM 90. GEBURTSTAG VON ROBERT MITCHUM

OPEN-AIR-KINO - WAS TUN

Open-Air-Kino auf dem ehemaligen Güterbahnhof Ehrenfeld

»Jack in the Box« und der FILMCLUB 813 thematisieren mit der Open-Air-Filmreihe »Was tun« Aufbrüche und Ausbrüche aus privaten Stillständen und gesellschaftlichen Frustrationen.

»Was tun« gilt auch für den Verein »Jack in the Box e. V.«, der auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs Ehrenfeld seit Mai 2007 seine neue Heimat gefunden hat. Arbeitsbereich des Vereins ist die Entwicklung innovativer Modelle der Beschäftigungsförderung, die Stillstand und Frustation entgegenwirken sollen. So werden u.a. Arbeitsgelegenheiten geschaffen, indem ausgediente See-Container umgebaut und einer neuen Nutzung zugeführt werden (siehe www.jackinthebox-koeln.de).

Das Gelände des ehemaligen Ehrenfelder Güterbahnhofs ? einer der wenigen weißen Flecken auf dem Stadtplan von Köln ? eignet sich hervorragend als Kulisse für das gemeinsam geplante »Rand-Zonen-Kino«.


Achtung anderer Veranstaltungsort
ehemaliger Güterbahnhof Ehrenfeld
Vogelsanger Str. 231
(Kreuzung Leyendeckerstr./ Helmholtzstr.)
50825 Köln

Beginn der Filme ab 21:30 Uhr

FREE CINEMA

»Sie sind ein wenig in Vergessenheit geraten, heute, in unserer Sicht des Kinos: die Helden des britischen Free Cinema der 60er. Wir haben, cineastisch, das Erwachsenwerden gelernt mit ihnen, aber wir haben sie nie so ins Herz geschlossen wie die Spinner von Paris, die Schlawiner der Nouvelle Vague, von Michel Poiccard bis Antoine Doinel.
DIE EINSAMKEIT DES LANGSTRECKENLÄUFERS (von Tony Richardson) 1962, SAMSTAGNACHT BIS SONNTAGMORGEN (von Karel Reisz) 1960, GELIEBTER SPINNER alias BILLY LIAR (von John Schlesinger): die Titel sind Programm geworden für ein Kino zwischen Isolation und Imagination, eine Welt der Alltagstristesse, in der für kurze Augenblicke nur Aufruhr, Rebellion, Flucht in die Imagination möglich scheint. Wo die Verzweiflung wie Firnis alles überzieht. [?]
Ein Kino der Gegensätze und unüberwindlichen Distanzen, was die Beziehung angeht von Kamera und Filmemacher und Zuschauer. Die Welt draußen ist Ruine und Rudiment, und sie wird auch durch die Kraft der Phantasie nicht wieder ganz. Was kein Grund ist, es nicht immer wieder aufs Neue zu versuchen, so sprengt selbst das melancholische SAMSTAGNACHT BIS SONNTAGMORGEN den engen Rahmen von Zeit und Raum, ein paar Stunden im Leben eines Arbeiters (Kino, Kneipe, Koitus) und läßt uns fremdgehen in die Tiefe menschlicher Blicke und Exkursionen zu menschlichen Körpern und Gesichtern. [?]
Die Nouvelle Vague, das war Kino der großen Stadt, die Briten filmen die Banlieue, machen Vorstadtfilme. Denn London und die anderen englischen Städte haben kein Zentrum, kein Innenleben, man findet sich da immer an der Peripherie.«
Fritz Göttler

JEAN-CLAUDE BRIALY

CARTE BLANCHE FÜR HANS W. GEIßENDÖRFER

GERHARD HENSCHEL: PROSA, LYRIK, KRITIK

NEUES DEUTSCHLAND

ausgewählte Dokumentarfilme zum deutschen Thema zwischen dem »Tag der Deutschen Einheit« und dem ehemaligen »Nationalfeiertag der DDR«

JEAN RENOIR

Die Reihe »Jean Renoir« läuft mit freundlicher Unterstützung vom Bureau du Cinéma und dem Institut français de Cologne

60 JAHRE FILMCLUBS IN KÖLN: DIE BRÜCKE

Ein enormer Nachholbedarf bestimmte das Programm der Filmclubs, die schon kurz nach dem Krieg überall in Deutschland gegründet wurden. Vergessene, aber bedeutende Klassiker, während der jüngsten Vergangenheit verbotene Werke und viele neue Filme der Nachkriegszeit fanden hier ihre (oft ersten) Vorführungen. Ab Herbst 1947 zeigte der Filmclub Köln e.V. zunächst in Kinos wie der Schauburg, später regelmäßig in der Brücke ein Programm mit wöchentlich drei bis sechs Vorführungen und anschließenden Diskussionen. 1949 wurde in Hamburg der Verband der deutschen Filmclubs gegründet, aus dem dann bald darauf auch die Jugendfilmclubs und die studentischen Filmclubs (in Köln 1952) hervorgingen. Anfang der 50er Jahre hatte der Filmclub Köln schon mehr als 1200 Mitglieder. Zu Gast waren Regisseure wie etwa Claude Autant-Lara, René Clair, André Delvaux oder Hans Richter.

Die Reihe »60 Jahre Filmclubs in Köln: Die Brücke« läuft mit freundlicher Unterstützung des Referats für Filmgeschichte, Köln (Leo Schönecker)

SAMUEL FULLER

DIETER EPPLER ZUM 80. GEBURTSTAG

HOMMAGE AN ANGELIKA WALLER

Die Reihe »Hommage an Angelika Waller« wurde gefördert von der DEFA-Stiftung (Fotos: Filmmuseum Potsdam).

ZUM 150. GEBURTSTAG VON JOSEPH CONRAD

SUPER 8 MEETS DV-TRASCH - MARCEL ZEIGT KURZFILME

KURZFILMPROGRAMM mit Filmen von Marcel Belledin, Markus Mischkowski, Rainer Knepperges, Christian Mrasek u.a.

Im Zeitalter von »YouTube« wird ein Blick auf Klassiker geworfen, die auf der Rauhfasertapete der eigenen vier Wände ihre Verbreitung gefunden haben…

ZUM 60. GEBURTSTAG VON JOHN CARPENTER

ZUM 80. GEBURTSTAG VON JEANNE MOREAU

Jeanne Moreau, voller Lachen und Zärtlichkeit

Die Frau steckt voller Leidenschaft, die Schauspielerin weckt Leidenschaften.
Jedesmal, wenn ich sie mir aus der Entfernung vor Augen führe, sehe ich sie nicht Zeitung lesen, sondern mit einem Buch in der Hand, denn Jeanne Moreau läßt nicht an einen Flirt denken, sondern an Liebe.
Im Gegensatz zu so vielen Schauspielern und Schauspielerinnen, die nur über den Umweg von Konflikten und Spannungen spielen können und dabei manchmal Konzentration mit Selbstanalyse verwechseln, liefert Jeanne Moreau ihre besten Leistungen in einer Arbeitsatmosphäre voller Lachen und Zärtlichkeit, die sie selbst aufzubauen und aufrechtzuerhalten hilft, selbst wenn es darum geht, starke Emotionen zu projizieren.
Großzügigkeit, Leidenschaft, Komplizenschaft, Begreifen der menschlichen Zerbrechlichkeit, all das kann man auf der Leinwand lesen, wenn Jeanne Moreau spielt.
In den zwanzig Jahren meiner Arbeit fürs Kino bleiben die Dreharbeiten zu JULES ET JIM dank Jeanne Moreau für mich eine strahlende Erinnerung, die strahlendste überhaupt.

François Truffaut (1981)

HOWARD HAWKS

ZUR AUSSTELLUNG "KONZEPT DER LIEBE" IM KÖLNISCHEN KUNSTVEREIN

VOYEUR, VOYEUR!

THE FAR COUNTRY - AMERIKANISCHE WESTERN 1946-1962

»Der Western ist das einzige Genre, dessen Anfänge mit denen des Kinos überhaupt fast identisch sind.«
André Bazin

Die Reihe »The Far Country - Amerikanische Western 1946-1962« wird von SK-Stiftung Kultur gefördert.

OFFSCREEN / ONSCREEN

Die in der Forschung angelegte Perspektive auf die künstlerisch verarbeiteten konkurrierenden Bild- und Raumsysteme soll in der Vortrags- und Filmreihe sowie dem abschließenden Symposium am 6. Juni 2008, jenseits des wissenschaftsinternen Diskurses einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ab 21. Februar 2008 sollen insgesamt sechs öffentliche Vorträge in einem dreiwöchigen Rhythmus präsentiert werden. Sie werden donnerstags um 19.00 Uhr beginnen und nach anschließender Diskussion wird ab 20.30 die Fokussierung des Vortrags durch ein Filmbeispiel nach Wahl der Referentinnen und Referenten veranschaulicht. Die Kooperation mit dem Kölnischen Kunstverein bietet sich nicht nur aus räumlich-technischen Gründen an (der Kinosaal und der Filmclub 813 befinden sich im Gebäude des Kunstvereins), sondern auch aufgrund der Thematisierung relevanter Fragestellungen zu Film- und Videoarbeiten in der Gegenwartskunst im Ausstellungskontext und dem Programm des Filmclubs Für den Zeitraum der Vortragsreihe wird Carlo Peters (Filmclub 813) eine Filmreihe kuratorisch konzipieren, die zu dem Themenfeld der Vortragsreihe und des Symposiums einen weiteren Bogen spannen und weiteres Material für die Sichtung zugänglich machen wird.

JEAN-PAUL BELMONDO ZUM 75. GEBURTSTAG

JACQUES DEMY

Die Reihe »Jacques Demy« läuft mit freundlicher Unterstützung vom Bureau du Cinéma und dem Institut Français, Köln.

SUPEREROI DIMENTICATI - DIE RÜCKKEHR DER GUTEN LAUNE


Am 12.1.1966 begann in den USA eine neue Zeitrechnung. Da flimmerte zum ersten Mal die Fernsehserie BATMAN in die Wohnzimmer und Herzen von Millionen US-Kindern.

Ein neues Genre war geboren, daß der modernen Comicverfilmungen.
Der im August des selben Jahres gestartete Kinofilm war so erfolgreich, daß sich die Plagiats-geübten Italiener aufmachten, eine ganze Horde mehr oder weniger edler Recken ins Zelluloid-Getümmel zu schicken: Männer in schlecht sitzenden roten Strampelanzügen oder - aus Budgetgründen - mit einer unsichtbar machenden Tarnfarbe überstrichene Streiter.
Diese Helden sind heute vergessen, dem Alkohol verfallen, leben von der Fürsorge oder Vagabundieren auf den Domplatten unserer Großstädte und erzählen von ihren glorreichen Taten in den hiesigen Kinos.

Der Filmclub 813 hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, diesen "Supereroi dimenticati", ob sie nun "Rotes Phantom", "3 tolle Kerle"; "Diabolik", "Argoman", "Goldface" oder gar "Batwoman" heißen, ein würdiges Andenken zu schaffen, auf das sie wieder aufrecht neben "Spider Man", "Iron Man" oder den "Fantastic Four" huldvoll die Liebe der Trash-Fans auf der großen Leinwand erheischen.


Wir danken dem GEHEIMNISVOLLE FILMCLUB BUIO OMEGA für seine Unterstützung.



Unter dem Motto "Was sie bei uns verpassen, ist für Sie unwiederbringlich verloren" bringt DER GEHEIMNISVOLLE FILMCLUB BUIO OMEGA an jedem dritten Samstag im Monat zwei ausgewählte Exploitationfilm-Klassiker zurück auf die große Kinoleinwand. Die Homepage bietet kompetente Besprechungen zu den Zelluloid-Raritäten, qualitativ hochwertige deutsche und internationale Original-Aushangfotos und Kino-Werbematerialien, top-aktuelle News aus der Welt des Genre-Kinos und vieles mehr. Ansehen und nie wieder vergessen!

'68 - WHAT'S LEFT?

EXPOSED DEBÜTFILMFESTIVAL

Kino 813 in der BRÜCKE
Hahnenstraße 6, 50667 Köln
Tel/Fax: 0221/3106813

Eintritt:
Normal: 5,00 Euro
"Freunde des Filmclub 813": 3,50 Euro
"Freundes-Karte": einmalig 8,13 Euro pro Zeitjahr
Ermäßigt (z.B. Studenten etc.): 2,50 Euro


Seit dem 1. Juli 2001 ist der Filmclub 813 Betreiber des Kinos
im städtischen Gebäude "DIE BRÜCKE".